Best of LinkedIn: Cloud Insights & Sovereignty KW 33/ 34
Zwischen Souveränität als Marketingbegriff und Souveränität als Architekturentscheidung öffnet sich in diesem Zeitraum eine immer größere Lücke. Regulierungsbehörden, Einkäufer und Anbieter nähern sich derselben Frage: ob ein Cloud- oder KI-System die Kontrolle tatsächlich innerhalb eines bestimmten Rechtsraums hält. Die Antworten werden dabei immer konkreter und nennen Produkte, Rechenzentren und Prozentwerte beim Namen. Zugleich holen ERP- und FinOps-Praktiken im Unternehmen beim Kostenprofil von KI auf, und eine Welle von Plattformstarts und Kapitalbewegungen zeigt, worauf Investoren und Anbieter setzen.
Datum
August 25, 2026
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Methodik: Alle zwei Wochen sammeln wir die relevantesten LinkedIn-Beiträge zu ausgewählten Themen und verdichten sie zu einem Gesamtüberblick, ausschließlich auf Basis dieser Beiträge. Die einzelnen Beiträge dahinter finden sich hier: https://linktr.ee/thomasallgeyer. Viel Freude beim Lesen.

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Wer lieber zuhört: Unser Podcast fasst die wichtigsten Erkenntnisse zu Cloud Insights & Sovereignty KW 33/ 34 zusammen:

Digitale Souveränität

  • Berichte über angedrohte Geschäftsabbrüche mit rund 60 Ländern haben die digitale Souveränität zu einem Thema für die Vorstandsebene gemacht.
  • Der europäische Entwurf eines Cloud and AI Development Act sieht vier Souveränitätsstufen vor, doch die Einstiegsschwelle liegt nach Einschätzung von Analysten so niedrig, dass amerikanische Anbieter sie bereits erfüllen können.
  • Europäische Cloud-Anbieter halten weiterhin rund 15 Prozent ihres eigenen Marktes, unverändert seit vier Jahren.
  • Das BSI veröffentlichte die deutschsprachige Fassung seines Kriterienkatalogs C5:2026 für die Cloud-Nutzung.
  • Mecklenburg-Vorpommern überführt die Landesverwaltung als Schritt zur digitalen Souveränität auf das Open-Source-System Nextcloud.
  • Zscaler und Schwarz Digits vertiefen ihre Zero-Trust-Partnerschaft rund um die souveräne Cloud von STACKIT.
  • Das Produkt „Sovereign AI“ von Armor leitet Workloads an gehostete Frontier-Modelle weiter und erreicht bei den Souveränitätskriterien einen von fünf Punkten.
  • Eine Bitkom-Studie ergab, dass 97 Prozent der deutschen Unternehmen bei der Wahl eines Cloud-Anbieters inzwischen den Speicherort der Daten berücksichtigen.

SAP und ERP in der Cloud

  • Recruiter prüfen inzwischen gezielt echte Erfahrung mit der S/4HANA Public Cloud und lassen Erfahrung mit der Private Cloud nicht mehr als gleichwertig gelten.
  • Die Verlängerung der ECC-Wartung durch SAP bis 2033 gilt nur eng begrenzt und nicht als pauschale Entlastung für die meisten Kunden.
  • Die Einführung von ERP in der Public Cloud hat sich stetig von kleinen und mittleren Unternehmen zu Großunternehmen verlagert.
  • SAP und Airbus bauen eine Grundlage mit RISE with SAP auf, um Prozesse für mehr als 100.000 Airbus-Beschäftigte zu standardisieren.
  • Das US-Geschäft von SAP mit der öffentlichen Hand zeigt erneutes Cloud-Engagement und Fortschritte bei Go-lives.
  • Der Cloud-ALM-Newsletter von SAP behandelte im August Neuerungen zu Joule, Ergebnisse einer Umfrage zum Testen und die Verfügbarkeit neuer Rechenzentren.
  • Ein neues Werkzeug überführt SAP-BW-Abfragen jetzt direkt nach Datasphere innerhalb der SAP Business Data Cloud.

FinOps

  • Ein vorgeschlagenes FinOps-Rahmenwerk mit sieben Ebenen führt an, dass Kosten bereits gesteuert werden sollten, bevor sie entstehen, und zwar über eine gemeinsame Steuerungsebene für Metadaten.
  • Dauerhaft laufende KI-Agenten erzeugen eine feste Mindestrechnung in der Cloud, die sich eher wie die Miete für Infrastruktur verhält als wie eine variable Nutzung.
  • Cloud-Kosten werden zunehmend als Architekturentscheidung verstanden, die vor der ersten Rechnung fällt.
  • Mit dem Start der Plattformversion v3 von North wurde Azure allgemein verfügbar, hinzu kamen native Integrationen mit OpenAI, Anthropic und Snowflake.
  • Ein neues Werkzeug für Speichertransparenz schlüsselt die Kosten von Objektspeichern danach auf, was in jedem Container tatsächlich abgelegt ist.
  • Das Executive Dinner der DFW-FinOps-Community im dritten Quartal 2026 stellte KI, Tokenomics und die Kostensteuerung agentenbasierter Workloads in den Mittelpunkt.

KI-Infrastruktur

  • Oracle Base Database Cloud@Customer betreibt Datenbanken, Vektorsuche und KI-Agenten gemeinsam auf der Infrastruktur beim Kunden.
  • Ein durchgerechnetes Beispiel zum Selbsthosten eines LLM-Chatbots in der Cloud von Akamai zeigt den GPU-Durchsatz und nicht die Modellwahl als eigentliche Grenze der Skalierung.
  • HPE bestellte ein eigenes Private-Cloud-AI-System, damit kleine und mittlere Unternehmen KI-Anwendungsfälle auf ihrem eigenen geistigen Eigentum kostengünstiger erproben können.
  • Der Betrieb von Claude-Modellen innerhalb der EU erfordert derzeit ein Routing über Bedrock, da Sonnet 5 aktuell keine Inferenz ausschließlich in der EU bietet.
  • Eine Referenzarchitektur zum Selbsthosten von Langfuse auf OVHcloud verfolgt Kosten und Latenz von LLMs nach Modell, Nutzer und Sitzung.
  • Cloudera positioniert für KI-Workloads eine hybride, am Anwendungsfall ausgerichtete Infrastruktur statt einer einzigen voreingestellten Cloud-Umgebung.
  • Die jüngste Version der Cloud Platform von Nutanix ergänzt eine topologiebewusste Zuordnung virtueller Maschinen über die Plattformen NVIDIA H200 und B200 hinweg.

Plattformstarts, Finanzierungen und Marktbewegungen

  • Spectro Cloud sammelte in einer von Goldman Sachs Alternatives angeführten Series D 100 Millionen Dollar bei einer Bewertung von mehr als 1 Milliarde Dollar ein.
  • Zu den Kapitalrunden im US-Bereich CloudTech und DevOps zählten im Juli die Wachstumsfinanzierung von Rewind, der Kauf von Evo Security durch Barracuda, die Übernahme von Unified Connection durch Sova und die Übernahme von Modular durch Qualcomm.
  • Google Cloud meldete beschleunigtes Wachstum über 17 Produktlinien hinweg und rund 50 Prozent höhere Ausgaben bestehender Kunden.
  • Accenture wurde im sechsten Jahr in Folge als Leader im Gartner Magic Quadrant for Public Cloud Optimization and Transformation Services geführt.
  • Cloudera brachte Anywhere Cloud auf den Markt, eine modulare hybride Plattform für den Betrieb von KI-Agenten über Public-, souveräne und On-Premises-Infrastruktur hinweg.
  • IBM stellte Fusion als einheitliche Plattform für Daten, KI, Container, virtuelle Maschinen und den Betrieb hybrider Clouds dar.
  • CMS nutzte als erste US-Bundesbehörde das OneGov-Cloud-Abkommen der GSA und meldete 46 Prozent Einsparungen bei einem Contact-Center-Workload.

Dank an Dion Wiggins, Kai A. Hartung, Harald Joos, Marcel Warchaftig, Jay Chaudhry, Amit Eyal Govrin, Elke Anderl, Victoria King, William Sherry, Martin Schubert, Christian Klein, Jamison Braun, Deepti Patil, Wolfgang Epting, Benjamin Linares, Dr. Monika Mkhitaryan, Sudeep Khire, Matt Biringer, Nitin Bhadauria, Hayley Kozak, Alex Wang, Milan Jovanović, Tamara Hughes, Juho Räsänen, Eléa Petton, Morgan Bowling, Luke Congdon, AJ T., Rebecca Lacy, Alex Rutter, Gopal Pingali, Javier Fervienza, Karthik Krishnamoorthy, Michael Martin sowie Patrick Newbold und an alle weiteren, die Erkenntnisse zu dieser Ausgabe beigetragen haben.

Die vollständige Liste der Beiträge und Stimmen findet sich auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/pulse/best-linkedin-cw-33-34-cloud-insights-sovereignty-thomas-allgeyer-bz08e/?trackingId=EsSlax7mC%2B8OxzyOdfce9w%3D%3D

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Die Beiträge und Stimmen hinter dieser Zusammenfassung

Der RoundUp zu KW 33/ 34 mit dem Best of LinkedIn zu Cloud Insights & Sovereignty:

→ 71 ausgewählte Beiträge mit Substanz

→ 36 neue Stimmen, die einen Blick wert sind

→ 1 Deep Dive zum Vertiefen