Best of LinkedIn: Electrification & Battery Technology KW 22/ 23
Aus Marktambition wird operativer Einsatz: Das ist die Entwicklung, die sich in den Beiträgen der vergangenen zwei Wochen abzeichnet. Ladeinfrastruktur, die Steuerung von Energie, bidirektionale Anwendungsfälle, die Wirtschaftlichkeit von Flotten und die Belastbarkeit der Wertschöpfungskette für Batterien bestimmen inzwischen das Tempo der Einführung. Besonders hervor traten der Schwerlastverkehr, V2G, das Megawattladen und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit.
Datum
June 11, 2026
Electrification & Battery Technology
Thomas Allgeyer

Methodik: Alle zwei Wochen sammeln wir die relevantesten LinkedIn-Beiträge zu ausgewählten Themen und verdichten sie zu einem Gesamtüberblick, ausschließlich auf Basis dieser Beiträge. Die einzelnen Beiträge dahinter finden sich hier: https://linktr.ee/thomasallgeyer. Viel Freude beim Lesen.

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Wer lieber zuhört: Unser Podcast fasst die wichtigsten Erkenntnisse zu Electrification & Battery Technology KW 22/ 23 zusammen:

Elektrifizierung schwerer Nutzfahrzeuge

  • Bei E-Lkw ging es nicht mehr um den technischen Nachweis, sondern um die Skalierung im Betrieb. Routenplanung, Ladefenster, Depotstrategie und TCO wurden zu den entscheidenden Kriterien für die Einführung.
  • Der HoLa-Korridor in Deutschland, der schottische Ladehub für schwere Lkw im Megawattbereich und der Hub von Fleete im Hafen von Tilbury zeigten, dass die Ladeinfrastruktur für Lkw greifbar wird.
  • Der elektrifizierte Lieferverkehr von Lidl für 440 Filialen machte deutlich, wie Ladeinfrastruktur zu einem Vorteil in der Logistik werden kann.
  • China blieb ein wichtiger Maßstab. Sinotruk und SANY führten vor, wie schnell sich schwere Nutzfahrzeuge im industriellen Maßstab elektrifizieren lassen.

Bidirektionales Laden

  • V2G, V2H und V2X rückten näher an die kommerzielle Relevanz, getragen von Aktivitäten bei GM, Tesla, Audi, Polestar, Clever, TotalEnergies und Initiativen im Umfeld von BMW.
  • Die Unterstützung für bidirektionales Laden im Audi Q4 e-tron stellte Flottenfahrzeuge als flexible Energieressourcen dar.
  • Polestar und Clever starteten mit dem Polestar 4 das erste vollständige V2X-Pilotprojekt Dänemarks.
  • TotalEnergies eröffnete in Gent mit Sharing-Fahrzeugen das erste belgische Pilotprojekt zum bidirektionalen Laden.

Smart Charging

  • Smart Charging wurde zu einem Thema der Finanzen und der Netzoptimierung. Es ging nicht mehr nur um das Laden außerhalb der Spitzenzeiten, sondern um Spotmarktpreise, Eigenverbrauch und Engpassmanagement.
  • Das Beispiel einer Flotte mit 65 Lkw machte deutlich, wie viel sich mit optimiertem Laden gegenüber dem Standardladen einsparen lässt.
  • Die Ladeeffizienz gewann an Bedeutung, weil die Wirtschaftlichkeit von V2G stärker davon abhängt, Energieverluste gering zu halten.
  • Fuhrparkverantwortliche gerieten zunehmend unter Druck, das Laden als strategisches Operating Model zu behandeln und nicht als Beschaffungsentscheidung für Hardware.

Megawattladen

  • Das Megawattladen wurde vom Konzept zur Infrastrukturebene. Betriebsbereite Anlagen, Korridorpilotprojekte und Hubs für schwere Lkw wurden sichtbar.
  • Die Eröffnung des HoLa-Megawattladepunkts in Deutschland und eine Demonstration mit 1.000 kW markierten einen wichtigen Meilenstein beim Laden von Lkw.
  • Campus One verband Megawattladen, Speicher und KI-gestützte Optimierung und wies auf integrierte Energiecampus-Modelle hin.
  • Die Diskussionen auf PCIM, Power2Drive, Battery Show Europe und CharIN Testival kreisten um MCS, Hochvoltsysteme, Halbleiter, Transformatoren, Prüfverfahren und Interoperabilität.

Ladebetrieb

  • Der Aufbau von Ladeinfrastruktur schuf neue betriebliche Komplexität: Verfügbarkeit, Kabeldiebstahl, Betrug bei der Kostenerstattung und der Aufwand im Projektmanagement.
  • Die Überprüfung von Ladevorgängen bei Monta anhand von Ladezustand, GPS- und Kilometerstandsdaten zeigte den wachsenden Bedarf an verlässlicher Kostenerstattung.
  • Die Echtzeiterkennung von Kabelmanipulation bei EV Baywatch spiegelte den wachsenden Fokus auf Sicherheit und Verfügbarkeit der Infrastruktur.
  • Die Prüfung des Batteriezustands erwies sich als fehlende Ebene in CPO-Programmen, besonders dort, wo Restwert und Anlagenqualität zählen.

Partnerschaften & Kapital

  • BMW Group Belux und Katoen Natie brachten die Flottenelektrifizierung mit integriertem Energiemanagement für 1.000 Firmenfahrzeuge voran.
  • Eaton und Munich Electrification arbeiteten gemeinsam an Systemen für den softwaregestützten Stromkreisschutz in Elektrofahrzeugen.
  • Milence sicherte sich Fördermittel für den Aufbau der Ladeinfrastruktur für E-Lkw.
  • Tap Electric gewann 4 Millionen Euro an Investment, um das öffentliche Laden von Elektrofahrzeugen günstiger und intelligenter zu machen.

Wettbewerbsfähigkeit bei Batterien

  • Die Sorgen um die europäische Batterieproduktion wurden als Frage der industriellen Wettbewerbsfähigkeit eingeordnet, die abgestimmtes Handeln verlangt.
  • Die Diskussionen auf der Battery Show Europe rückten die Wertschöpfungsketten für Batterien, die industrielle Souveränität und Europas Antwort auf Chinas Tempo in den Vordergrund.
  • Die vertikale Integration von BYD über Batterien, Halbleiter, Software und Fertigung galt als struktureller Wettbewerbsvorteil.
  • Die Demonstration des ultraschnellen Ladens von BYD in Großbritannien, von 10 auf 97 Prozent in weniger als neun Minuten, bestätigte die Ladeleistung als Hebel für die Wahrnehmung im Markt. 

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Die Beiträge und Stimmen hinter dieser Zusammenfassung

Der RoundUp zu KW 22/ 23 mit dem Best of LinkedIn zu Electrification & Battery Technology:

→ 71 ausgewählte Beiträge mit Substanz

→ 34 neue Stimmen, die einen Blick wert sind

→ 1 Deep Dive zum Vertiefen