Best of LinkedIn: MarTech Insights KW 10/ 11
Aus den MarTech-Beiträgen der vergangenen zwei Wochen spricht eine klare Richtung: weg vom Experimentieren, hin zu disziplinierter Umsetzung. Im Mittelpunkt stehen schlankere Stacks, bessere Datengrundlagen, eine engere Abstimmung auf den Umsatz und ein praxisnäherer Einsatz von KI innerhalb bestehender Workflows.
Datum
March 20, 2026
MarTech Insights
Thomas Allgeyer

Methodik: Alle zwei Wochen sammeln wir die relevantesten LinkedIn-Beiträge zu ausgewählten Themen und verdichten sie zu einem Gesamtüberblick, ausschließlich auf Basis dieser Beiträge. Die einzelnen Beiträge dahinter finden sich hier: https://linktr.ee/thomasallgeyer. Viel Freude beim Lesen.

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Wer lieber zuhört: Unser Podcast fasst die wichtigsten Erkenntnisse zu MarTech Insights KW 10/ 11 zusammen:

Verschlankung des Stacks

  • MarTech-Verantwortliche wehren sich gegen überdimensionierte Stacks, weil der Wildwuchs an Tools zunehmend Kosten, Doppelungen und operativen Ballast erzeugt, ohne entsprechenden Geschäftswert zu liefern.
  • In der Diskussion tritt der Best-of-Breed-Einkauf zugunsten besser verbundener Plattformen zurück, die Kampagnenumsetzung, Messung und Übergaben zwischen den Bereichen unterstützen.
  • Ineffizienzen im Stack werden weniger als Technikproblem gelesen und mehr als Frage der Zuständigkeit; eine zersplitterte Governance begrenzt Nutzung und ROI.
  • Die Qualität der Integration wird zum eigentlichen Unterscheidungsmerkmal, denn verbundene Systeme gelten als wertvoller als eine weitere eigenständige Anwendung.

Revenue Operations

  • Revenue Operations gilt zunehmend als koordinierende Ebene zwischen Marketing, Sales und Customer Success. An die Stelle isolierter Optimierung tritt eine gemeinsame kaufmännische Logik.
  • Stärker betont werden gemeinsame Kennzahlen, gemeinsame Prozesse und gemeinsame Verantwortung, damit der Aufwand im Marketing unmittelbarer mit Pipeline und Umsatz verknüpft wird.
  • Operative Exzellenz in Lead-Management, Verteilung, Nachfassen und der Orchestrierung des Lebenszyklus erweist sich als stärkerer Hebel als eine schrittweise Optimierung einzelner Kanäle.
  • Die zugrunde liegende Botschaft lautet: Wachstum hängt weniger von der Leistung einzelner Kampagnen ab als von einer disziplinierten kaufmännischen Umsetzung entlang des gesamten Funnels.

Einsatz von KI

  • KI bleibt eines der sichtbarsten Themen, doch der Ton wird pragmatischer, da Teams die Lücke zwischen Experiment und Umsetzung im großen Maßstab vor Augen haben.
  • Die tragfähigsten Anwendungsfälle liegen in der Unterstützung bei Content, in der Beschleunigung von Workflows und in besseren Auswertungen, nicht in weit gefassten Transformationsgeschichten.
  • Echter Nutzen entsteht dort, wo KI in CRM, Automatisierung und Umsatzprozesse eingebettet ist, statt als losgelöstes Nebenprojekt zu laufen.
  • Das Marktsignal ist eindeutig: KI allein bringt keinen Vorteil; über die geschäftliche Wirkung entscheiden die operative Einbindung und die Disziplin bei der Einführung.

Content und Demand Generation

  • Content gilt zunehmend als Nachfragemotor. Stärker in den Blick geraten wiederholbare Publikationssysteme, die den Aufbau der Pipeline stützen und nicht allein die Bekanntheit.
  • LinkedIn sticht als wichtiger kaufmännischer Kanal hervor, wenn Inhalte mit strukturiertem Nachfassen und klaren Wegen zur Conversion verbunden sind.
  • Leistungsstarke Teams verstehen Interaktion als Ausgangspunkt für die Vertriebsentwicklung und nicht als Erfolgskennzahl für sich.
  • Insgesamt tritt das gelegentliche Posten hinter Content-Systeme zurück, die auf Glaubwürdigkeit, Gespräch und messbare kaufmännische Dynamik angelegt sind.

Datengrundlagen

  • Disziplin im Umgang mit Daten rückt wieder in den Vordergrund. Betont werden schlanke Datenbestände, CRM-Hygiene und gezielte Anreicherung, um Budgets, Zustellbarkeit und die Angriffsfläche zu schützen.
  • Customer 360 gilt als langfristiges Ziel, denn zersplitterte Datensätze und schwache Prognosen zeigen, wie ungelöste Datenprobleme die Glaubwürdigkeit der Umsatzzahlen weiterhin untergraben.
  • CDPs gelten in Branchen wie der Hotellerie als operativer Kern. Aus geregelten Daten entstehen so kampagnenfähige Signale statt einer weiteren passiven Speicherschicht.
  • Neue Konzepte wie AgenticCDP heben hervor, dass nutzbare Kundenerkenntnisse von robuster Datenmodellierung und Event-Streams abhängen und nicht von kosmetischen Taktiken der Personalisierung.

Attribution und Messung

  • Attribution bleibt unter Druck, da viele Teams die Verlässlichkeit bestehender Modelle und die Vollständigkeit der Leistungstransparenz weiterhin in Frage stellen.
  • Zersplitterte Datenlandschaften schwächen nachweislich die Messung des ROI, mindern das Vertrauen in Entscheidungen und begrenzen die kaufmännische Priorisierung.
  • Bessere Messung wird zunehmend als Aufgabe von Daten und Prozessen verstanden und nicht als Korrektur auf der Reporting-Ebene.
  • Daraus folgt: Eine belastbarere Attribution braucht sauberere Eingangsdaten, eine schärfere Governance und eine engere Abstimmung zwischen den Systemen, nicht mehr Dashboards.

Automatisierung und Prozessdisziplin

  • Marketing-Automatisierung wird selten als Kernproblem dargestellt, denn die meisten Reibungspunkte gehen auf schwaches Prozessdesign, unklare Zuständigkeiten und uneinheitliche Umsetzung zurück.
  • Teams erkennen zunehmend, dass ausgefeilte Tools kaputte Workflows oder schwache Governance nicht ausgleichen.
  • Disziplin in der Umsetzung erweist sich als eigentlicher Leistungshebel, besonders dort, wo einfache Systeme über Teams und Anwendungsfälle hinweg konsequent betrieben werden.
  • Das deutlichste Signal zum Operating Model: Reife Prozesse schaffen mehr Wert als neue Automatisierungsschichten in einer bereits zersplitterten Landschaft.

Signale aus Produkten und Partnerschaften

  • Die Produktdiskussion dreht sich um praktische Funktionen, die manuellen Aufwand verringern, die Orchestrierung verbessern und die Passung in bestehende Ökosysteme stärken.
  • Neue Lösungsgeschichten betonen zunehmend Bedienbarkeit, native Integration und operative Relevanz statt weit gefasster Plattformambitionen.
  • Signale aus dem Partnergeschäft deuten auf eine anhaltende Nachfrage nach verbundenen Ökosystemen hin, die Teams helfen, Lücken in den Workflows über Daten, Content und Umsetzung hinweg zu schließen.
  • Der rote Faden: Der Wert eines Produkts bemisst sich weniger an der Breite der Funktionen als daran, wie wirksam es die kaufmännische Leistung im Alltag verbessert.

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Die Beiträge und Stimmen hinter dieser Zusammenfassung

Der RoundUp zu KW 10/ 11 mit dem Best of LinkedIn zu MarTech Insights:

→ 70 ausgewählte Beiträge mit Substanz

→ 33 neue Stimmen, die einen Blick wert sind

→ 1 Deep Dive zum Vertiefen