Best of LinkedIn: Private Equity: Exit Strategies KW 36/ 37
Das bestimmende Thema dieser Ausgabe im Private-Equity-Bereich war kein einzelner Deal oder Trend, sondern ein Rückstau, der inzwischen jeden Teil der Branche betraf. Tausende Portfoliounternehmen saßen länger im Bestand, als ursprünglich geplant, und dieser Druck trieb Sponsoren zu Secondaries, Continuation Vehicles und Dividend Recaps, trieb Eigentümer zu Buyouts, Family Offices und Mitarbeiterbeteiligungen statt eines klassischen PE-Verkaufs, und trieb Portfoliounternehmen dazu, Exit-Bereitschaft als Dauerzustand statt als Sprint vor dem Verkauf zu behandeln. Eine Handvoll großer, sauberer Deals kam weiterhin zustande, doch sie waren zunehmend die Ausnahme, die eine ansonsten verstopfte Pipeline entlastete.
Datum
September 18, 2026
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Methodik: Alle zwei Wochen sammeln wir die relevantesten LinkedIn-Beiträge zu ausgewählten Themen und verdichten sie zu einem Gesamtüberblick, ausschließlich auf Basis dieser Beiträge. Die einzelnen Beiträge dahinter finden sich hier: https://linktr.ee/thomasallgeyer. Viel Freude beim Lesen.

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Wer lieber zuhört: Unser Podcast fasst die wichtigsten Erkenntnisse zu Private Equity: Exit Strategies KW 36/ 37 zusammen:

Der Exit-Rückstau und die Haltedauern

  • Bain zählte 32.000 unverkaufte PE-Unternehmen im Wert von 3,8 Billionen Dollar, mit Haltedauern nahe sieben Jahren.
  • McKinsey fand über 16.000 Unternehmen mit mehr als vier Jahren Haltedauer, 52 Prozent des Buyout-Bestands, ein Rekordanteil.
  • PitchBook zählte 13.509 US-PE-finanzierte Unternehmen, ein Drittel davon fünf Jahre oder länger gehalten, 3.332 ohne Deal seit 2021.
  • Die Exit-Werte erreichten im ersten Halbjahr 2026 620 Milliarden Dollar, doch fast die Hälfte der US-PE-finanzierten Unternehmen wurde inzwischen fünf bis neun Jahre gehalten.
  • In Brasilien sanken PE-Exits seit 2023 von 9 auf 4 Prozent des Portfolios, bei 35 Prozent weniger Deals im ersten Halbjahr.

Liquiditäts-Umwege: Secondaries, Continuation Vehicles und Recaps

  • Das Fundraising erreichte im ersten Halbjahr 2026 308 Milliarden Dollar, die besten sechs Monate seit drei Jahren, während Sponsor-zu-Sponsor-Exits ein Jahrzehnttief erreichten.
  • Nur ein Drittel der PE-Firmen prüfte einen Deal nach Abschluss formal erneut, und nur 35 Prozent bezogen das Investment Committee ein.
  • Das Volumen der Dividend Recaps sank gegenüber 2025 um fast 40 Prozent, da Sponsoren eher auf Add-ons als auf Ausschüttungen setzten.
  • Structured Equity, eine Mischung aus Eigen- und Fremdkapital, wurde für Sponsoren zum neuesten Werkzeug, um Kapital ohne vollständigen Exit zurückzuführen.
  • Bekannte Secondaries-Größen wie Blackstones Verdun Perry und Coller Capitals Jeremy Coller skalierten LP- und GP-geführte Deals.
  • UBS fand, dass private Vermögenswerte inzwischen 42 Prozent des durchschnittlichen Family-Office-Portfolios ausmachten, PE allein 17 Prozent.

Alternative Eigentümerwege jenseits eines PE-Verkaufs

  • Die Volumina bei Management-Buyouts stiegen bis 2026, da Eigentümer sich an bereits geschäftsführende Teams wandten.
  • In Kanada plante drei von vier Eigentümern einen Ausstieg innerhalb eines Jahrzehnts, doch nur einer von zehn hatte einen formalen Plan.
  • Mathews Archery ging in Mitarbeiterbesitz über, statt an Private Equity zu verkaufen, wobei Gründer Matt McPherson CEO blieb.
  • Family Offices kauften Unternehmen im unteren Mittelstand direkt, ohne die Exit-Uhr eines PE-Fonds.
  • Confluence Financial Partners, ein RIA mit 7,6 Milliarden Dollar, nahm Minderheitskapital auf, statt mehrheitlich an Private Equity zu verkaufen.

Bemerkenswerte Deals

  • Revamps PE-Partnerschaft mit Bertram, 2022 begonnen, endete im Dezember 2025 mit dem Verkauf an einen neuen Eigentümer.
  • Bonchon wurde von VIG Partners an Minor Food und Serruya Private Equity verkauft.
  • KKR erzielte nach Steuern 3,3 Milliarden Dollar aus dem Verkauf von USI Insurance Services an Aon für 17 Milliarden Dollar.
  • Hanson Capital verkaufte ein Industrieportfolio mit acht Objekten in Phoenix für 60 Millionen Dollar, bei einem IRR von 31,06 Prozent.
  • Blackstone-finanzierte indische Börsengänge nutzten den Großteil des frischen Kapitals zur Rückzahlung von Blackstones eigenen Schulden, deutlich über dem Marktüblichen.

Exit-Bereitschaft und Portfolio-Governance

  • EY fand, dass 86 Prozent der PE-Führungskräfte frühe Exit-Vorbereitung als wertsteigernd einstuften, am besten 12 bis 24 Monate im Voraus begonnen.
  • Der Exit-Rückstau werde sich in der Reihenfolge der Bereitschaft abbauen, nicht in der Reihenfolge seiner Entstehung.
  • Die durchschnittliche PE-Haltedauer wuchs auf über 6,6 Jahre, doch die meisten Boards steuerten weiterhin nach dem alten Fünf-Jahres-Plan.
  • Sponsoren erwarteten inzwischen, dass Portfolio-CFOs die Dateninfrastruktur direkt verstanden, statt sie an CIO oder CTO zu delegieren.
  • HUBs IPO Market Outlook rahmte die Vorbereitung als den einzigen vom Sponsor kontrollierbaren Bereitschaftshebel.

Dank an Travis Kanafani, Chris Barber, Jay Goth, Kerry Craig, Marco Aurelio Duarte de Carvalho, Scott Engler, Stephanie McCann (Liang), Trevor Noren, Lachezar Zanev, Eldiyar Muratov, Gökhan Üç, Jeremy Rosmarin, Tom Mallon, Ben Morley, Chris Bisenius, Jeff Gear, Euan Rellie, Michael Sidgmore, Chris Hanson, Mutasim Khan, Josh Rosenberg, Gregory Bournet, Hitansh Singala, Asif Rahman und Kyle Siegfried für die Einsichten in dieser Ausgabe.

Die vollständige Liste aller Beiträge und Stimmen findet sich auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/pulse/best-linkedin-cw-36-37-private-equity-exit-strategies-thomas-allgeyer-mtzce/?trackingId=sBaZibFpQVA%2Fqm%2FNPdXXMg%3D%3D

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Die Beiträge und Stimmen hinter dieser Zusammenfassung

Der RoundUp zu KW 36/ 37 mit dem Best of LinkedIn zu Private Equity: Exit Strategies:

→ 70 ausgewählte Beiträge mit Substanz

→ 36 neue Stimmen, die einen Blick wert sind

→ 1 Deep Dive zum Vertiefen