Best of LinkedIn: Venture Capital KW 05/ 06
Die VC-Aktivität der vergangenen zwei Wochen drehte sich um strengere Disziplin bei Deals und höhere Erwartungen an die Bereitschaft der Gründer, während KI weiterhin einen überproportionalen Anteil an Aufmerksamkeit und Kapital band. Parallel dazu zeigten mehrere Beiträge neue Werkzeuge, die Sourcing, Ansprache und Investorenreporting systematisieren, dazu deutliche regionale Signale aus Europa und der MENA-Region.
Datum
February 12, 2026
Venture Capital
Thomas Allgeyer

Methodik: Alle zwei Wochen sammeln wir die relevantesten LinkedIn-Beiträge zu ausgewählten Themen und verdichten sie zu einem Gesamtüberblick, ausschließlich auf Basis dieser Beiträge. Die einzelnen Beiträge dahinter finden sich hier: https://linktr.ee/thomasallgeyer. Viel Freude beim Lesen.

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Wer lieber zuhört: Unser Podcast fasst die wichtigsten Erkenntnisse zu Venture Capital KW 05/ 06 zusammen:

Deals und Konditionen

  • Gründer wurden gewarnt, dass viele VC-Deals ihre Kontrolle verringern, selbst wenn das Kapital attraktiv aussieht.
  • Fallstricke im Term Sheet galten als spürbarer Wertverlust, weil „kleine“ Klauseln große Folgen haben.
  • Hohe Bewertungen in der Seed-Phase wurden als wiederkehrendes Fehlermuster markiert, das künftige Finanzierungsrunden blockieren kann.
  • Das Nachverhandeln falsch bewerteter oder gründerunfreundlicher Beteiligungsstrukturen galt als echte Option, um Anschlussfinanzierungen freizumachen.
  • Finanzierungsrunden wurden wiederholt als Schritte zum Abbau von Risiko beschrieben, nicht als Meilensteine zum „Einsammeln von Kapital“.

Mechanik des Fundraisings

  • Investoren vor der Ansprache zu qualifizieren, galt als schnellster Hebel für bessere Antwortquoten und weniger vergeudete Masse.
  • Passende Family Offices für die Pre-Seed-Phase zu finden, wurde als praktischer Engpass für viele Gründer hervorgehoben.
  • Die Zeitpläne beim Fundraising wurden als länger als erwartet betont; das erfordert bewusste Planung für die Ausdauer der Gründer.
  • Der Ton im Markt legte nahe, dass weniger Deals auf eine höhere Selektivität der Investoren zurückgehen und nicht einfach auf geringeren Ehrgeiz der Gründer.
  • Vertrauen zu LPs aufzubauen, galt als Voraussetzung, bevor das Fundraising für einen VC-Fonds startet.

Tools und KI

  • DeepFlows wurde so beschrieben, dass es LinkedIn- und E-Mail-Netzwerke in einen Kontaktmotor für das Fundraising verwandelt.
  • Werkzeuge zur automatisierten Ansprache für neue Fondsmanager sollen verändern, wie Zugang zu Kapital in der Breite entsteht.
  • Die KI-gestützte Auswertung von Investoren-Updates per E-Mail galt als Weg, statischen Text in strukturierte, nutzbare Daten zu überführen.
  • Ein Werkzeug zur Pitch-Bewertung mit „Einblick in die Scorecard“ soll verborgene Entscheidungskriterien der Investoren offenlegen, die Gründer selten zu sehen bekommen.

Regionen und Dynamik

  • Großbritannien wurde als Spitzenreiter beim europäischen VC-Investment 2025 hervorgehoben, mit 23,6 Milliarden Dollar und damit mehr als alle anderen zusammen.
  • Deutschland soll den VC-Rückstand auf Großbritannien bis 2026 zunehmend aufholen.
  • Saudi-Arabien vereinte nach dieser Darstellung 2024 40 Prozent der gesamten VC-Finanzierung in der MENA-Region auf sich.
  • Die Finanzierung von KI in der MENA-Region stieg 2025 nach dieser Darstellung stark an und verschob die Kräfteverhältnisse in der Region.
  • Ein VC-Bericht zu Katar für 2025 wurde angeführt, der deutliches Wachstum und eine steigende internationale Beteiligung zeigt.
  • Usbekistan wurde für das schnelle Wachstum seines Ökosystems hervorgehoben, darunter die Ausweitung der Venture-Finanzierung und die Stärke im Fintech-Bereich.
  • Die Entwicklung in den USA wurde als zunehmend von KI-Megadeals geprägt dargestellt, mit einem Konzentrationsrisiko auf wenige Regionen.
  • Neue Einwanderungsregeln lenken nach dieser Darstellung Gründerströme von den USA hin zu europäischen Startup-Hubs.

Playbooks der Investoren

  • „Zugang zu Gründern“ galt als dauerhafter Vorteil, der über das Geschick bei der Kapitalallokation hinausgeht.
  • Das VC-Modell teilt sich nach dieser Darstellung in große Plattformen auf der einen und medien- und markengetriebene Investoren auf der anderen Seite.
  • Der Wechsel vom Angel-Investing zur Beteiligung als LP galt als Schritt zur Diversifizierung mit besserem risikoadjustiertem Engagement.
  • Corporate Venture Capital wurde zu verantwortungsvollerem Handeln aufgefordert, mit Fairness und einem gesunden Ökosystem als ausdrücklichen Zielen.
  • Das Verhalten in der Krise zeigt nach dieser Lesart den Charakter eines Investors, mit direkten Folgen für das Ergebnis der Gründer.
  • Architekturschulden galten im B2B-SaaS als größeres Risiko als der Wettbewerb; die Due Diligence muss daher das Fundament des Produkts prüfen.

Fachkräfte und Repräsentanz

  • Eine Vergütungsstudie für VC aus 2025 wurde als Grundlage für Verhandlungen und Vergleiche unter Fachleuten geteilt.
  • Ein Newsletter für VC-Stellen in Europa wurde als strukturierter Weg beworben, offene Rollen zu verfolgen.
  • Von Frauen gegründete CDTM-Startups wurden mit mehr als 257 Millionen Dollar eingesammeltem Kapital hervorgehoben, als sichtbarer Beleg für Umsetzung unter weiblicher Führung.
  • Eine Liste europäischer Fonds mit ausschließlich weiblichen GPs wurde als praktische Übersicht über Repräsentanz und Kapitalwege geteilt.

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Die Beiträge und Stimmen hinter dieser Zusammenfassung

Der RoundUp zu KW 05/ 06 mit dem Best of LinkedIn zu Venture Capital.:

→ 60 ausgewählte Beiträge mit Substanz

→ 31 neue Stimmen, die einen Blick wert sind

→ 1 Deep Dive zum Vertiefen