Hannover Messe 2025 zeigt industrielle KI, grüne Innovation und globale Partnerschaften
Die Hannover Messe 2025 trat mit dem Anspruch an, die weltweit führende Plattform für industrielle Innovation zu sein. Im Rampenlicht standen die KI-getriebene Transformation, grüne Energietechnologien und branchenübergreifende Partnerschaften, die die globale Fertigung und die Nachhaltigkeit neu ausrichten sollen.
Datum
June 17, 2025
Special - Build
Thomas Allgeyer

Methodik: Alle zwei Wochen sammeln wir die relevantesten LinkedIn-Beiträge zu ausgewählten Themen und verdichten sie zu einem Gesamtüberblick, ausschließlich auf Basis dieser Beiträge. Die einzelnen Beiträge dahinter finden sich hier: https://linktr.ee/thomasallgeyer. Viel Freude beim Lesen.

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Höhepunkte der Messe

  • Kanada als Partnerland: Die Hannover Messe 2025 hatte Kanada als offizielles Partnerland. Eine große Delegation unter dem Namen „Team Canada“ nahm teil, zeigte kanadische Innovationen und festigte die internationalen Industriebeziehungen. Das zählte zu den zentralen Höhepunkten der Veranstaltung.
  • KI & digitale Transformation im Mittelpunkt: Künstliche Intelligenz und Digitalisierung zogen sich als Themen durch die gesamte Messe. Aussteller wie Google Cloud zeigten KI-gestützte Fertigungslösungen und damit, wie KI die Produktion optimieren kann; SAP stellte an seinem Stand eingebettete KI in durchgängigen Prozessen heraus. Siemens betonte den Aufstieg der „Industrial AI“, sprach über softwaredefinierte Automatisierung und brachte generativer KI gemeinsam mit Microsoft die Sprache des Engineering bei. Das verwies auf einen Vorstoß in Richtung einer KI-gestützten industriellen Zukunft.
  • Industrial Metaverse & digitaler Zwilling: Die Vision eines „Industrial Metaverse“ und fortgeschrittene Simulation kehrten als Thema immer wieder. Siemens stellte Konzepte vor, die physische und digitale Welt verbinden, etwa den Einsatz virtueller SPS in der Produktion und den Ausbau des umfassenden digitalen Zwillings des Werksbetriebs. Ein bemerkenswertes Beispiel war die Ankündigung von Siemens, gemeinsam mit Microsoft ein Foundation Model für industrielle KI zu entwickeln, das reale Engineering-Daten und generative KI zusammenbringen soll. Das ist ein Schritt hin zur Verbindung von digitalem Zwilling und KI, die Konstruktion und Betrieb in der Industrie verändern soll.
  • Nachhaltigkeit & Energieinnovationen: Grüne Technologie stand in vielen Ausstellungen im Vordergrund. Bosch brachte auf der Messe die neuen hocheffizienten PEM-Elektrolyse-Stacks Hybrion für die Erzeugung von grünem Wasserstoff auf den Markt und unterstrich damit den Fokus auf nachhaltige Energie. Der eigene Ausstellungsbereich Hydrogen & Fuel Cells (H2FC) zeigte modernste Wasserstofftechnologien und Innovationen bei Brennstoffzellen und betonte die Rolle des Wasserstoffs im künftigen Energiemix. Auch regionale Initiativen kamen zur Geltung: Das Land Mecklenburg-Vorpommern stellte seine wegweisenden Projekte zu grünem Wasserstoff vor. Das rückte das Messethema Nachhaltigkeit und Energiewende in den Mittelpunkt.
  • Robotik & Automatisierung: Die Hannover Messe 2025 zeigte Demonstrationen modernster Robotik und Automatisierung. Im Application Park der Messe war Spitzenrobotik im Einsatz zu sehen, darunter robotergestützte Montagesysteme, die neue Branchenstandards setzten, etwa ein Roboter zur automatisierten Radmontage, sowie innovative Projekte wie ein „RecycleBot“, der Robotik und KI für effizientes Recycling verbindet. Führende Anbieter der Industrieautomation wie SEW‑EURODRIVE zeigten zudem erstmals Lösungen der nächsten Generation, darunter softwaredefinierte Automatisierung und die neue Plattform „DriveOperations“. Das machte deutlich, wie Robotik und intelligente Automatisierung Fertigungsprozesse verändern.
  • Industrielles IoT & Konnektivität: Konnektivität und IoT-Lösungen waren ein weiterer Höhepunkt. Ein IoT DemoCube und ein sicheres Edge-Gateway führten vor, wie Werke ihre Maschinen in Echtzeit vernetzen und schützen können. Unternehmen wie Softing stellten Neuerungen bei der Integration industrieller IoT-Daten aus und zeigten, wie sich Daten unterschiedlichster Maschinen für die Auswertung zusammenführen lassen. Insgesamt unterstrichen diese IoT-Präsentationen die Botschaft der Messe: Vernetzte, datengetriebene Abläufe sind der Schlüssel zur industriellen Effizienz von morgen.

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Bedeutende angekündigte oder besiegelte Partnerschaften

  • Allianz von Siemens und Accenture: Eine bedeutende Partnerschaftsankündigung auf der Messe kam von der Siemens AG und Accenture. Siemens-Chef Roland Busch und Accenture-Chefin Julie Sweet gaben gemeinsam bekannt, dass Accenture eine eigene Siemens Business Group mit 7.000 Fachkräften aufbauen wird. Die neue Einheit verbindet das industrietechnische Wissen von Siemens mit den Fähigkeiten von Accenture, vor allem in KI und digitaler Beratung, um Lösungen für KI-gestütztes Engineering und Smart Manufacturing in größerem Umfang bereitzustellen.
  • Zusammenarbeit von Siemens und Microsoft: Siemens hob außerdem die vertiefte Zusammenarbeit mit Microsoft hervor. Beide Unternehmen entwickeln gemeinsam fortgeschrittene Anwendungen für industrielle KI, insbesondere ein Foundation Model für industrielle generative KI, das Engineering-Daten versteht. Die auf den Presseterminen von Siemens vorgestellte Partnerschaft soll Innovation beschleunigen, indem sie die Cloud- und KI-Kompetenz von Microsoft mit dem industriellen Fachwissen von Siemens verbindet. Im Kern bringt sie die Leistungsfähigkeit generativer KI in die Fabrikautomation und das Industrial Metaverse.
  • Energiepartnerschaft von HPE und Danfoss: Hewlett Packard Enterprise (HPE) und der Kältetechnikspezialist Danfoss zeigten eine neuartige Partnerschaft rund um Energieeffizienz. Vorgeführt wurde, wie sich Abwärme aus wassergekühlten Rechenzentrumsservern von HPE mit Technik von Danfoss auffangen und für Heizzwecke weiterverwenden lässt. Die auf der Messe vorgestellte Zusammenarbeit zeigt nicht nur einen kreativen Weg zur Wiederverwendung von Energie, sondern steht auch beispielhaft für branchenübergreifende Partnerschaften zwischen IT und Klima- beziehungsweise Energietechnik, die Nachhaltigkeit in der Industrie angehen.
  • Kooperation von Eplan und Siemens: Der Engineering-Softwareanbieter Eplan und Siemens kündigten eine Ausweitung ihrer Zusammenarbeit im Maschinenbau an. Auf der Messe führten sie vor, wie sich KI-gestützte Automatisierung in die Elektrokonstruktion integrieren lässt, etwa um Schaltschrank- und Verdrahtungslayouts mit KI zu optimieren. Diese Partnerschaft im Bereich Industriesoftware macht deutlich, wie Unternehmen gemeinsam Engineering-Prozesse mit KI verschlanken. Davon profitieren die gemeinsamen Kunden der Werkzeuge von Eplan und Siemens.
  • Zusammenschluss von Accenture und Google Cloud: Eine weitere bemerkenswerte Zusammenarbeit war zwischen Accenture und Google Cloud zu sehen. Beide Unternehmen taten sich auf der Hannover Messe zusammen, um gemeinsame Lösungen für die digitale Fertigung zu zeigen. Indem sie die Stärke von Google Cloud in Datenanalyse und KI mit dem Branchen- und Integrationswissen von Accenture verbanden, führte ihr gemeinsamer Auftritt praxisnahe Anwendungen cloudbasierter KI in der Fertigung vor, etwa intelligente Lieferketten und vorausschauende Qualitätskontrolle. Das zeigte, welchen Einfluss Allianzen von Technologieunternehmen auf Innovationen im Werk haben.
  • Internationale Kooperationsabkommen: Die Hannover Messe 2025 diente auch als Bühne, um internationale Partnerschaften in der Industrie zu besiegeln. Ein Höhepunkt war die Unterzeichnung eines Abkommens, das die strategische Allianz zwischen dem kanadischen Ontario Vehicle Innovation Network (OVIN) und der deutschen e-mobil BW, der Landesagentur für Mobilitätsinnovation in Baden-Württemberg, erneuert. Die auf der Messe unterzeichnete Partnerschaft vertieft die Zusammenarbeit beider Regionen bei Technologien für elektrische und intelligente Fahrzeuge. Zusätzlich kündigten die Veranstalter der Hannover Messe Partnerschaften mit globalen Technologiestandorten an, unter anderem eine neue Zusammenarbeit mit IronOne AI Labs. Das zeigt die Rolle der Messe, internationale Akteure zusammenzubringen und neue Allianzen über Grenzen hinweg zu fördern.

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Zentrale Ergebnisse der Veranstaltung

  • Neue Produkteinführungen: Eine Reihe hochmoderner Produkte und Lösungen feierte auf der Hannover Messe 2025 Premiere, ein greifbares Ergebnis der Veranstaltung. Bosch etwa wählte die Messe, um den Wasserstoff-Brennstoffzellenstack Hybrion vorzustellen, einen leistungsstarken PEM-Elektrolyseur für grünen Wasserstoff, der große Aufmerksamkeit in der Branche fand. Ein weiteres Beispiel war LightStream BE, eine auf der Messe eingeführte Lösung mit Augmented Reality zur Verbesserung industrieller Abläufe. Zu sehen war außerdem der Start eines neuen Managed Security Operations Center (SOC) für OT (Operational Technology), ein während der Veranstaltung vorgestellter Cybersecurity-Dienst für Industrieanlagen. Diese Markteinführungen unterstreichen, dass die Hannover Messe eine Plattform ist, auf der Unternehmen weltweit ihre neuesten Innovationen veröffentlichen und im Markt erproben.
  • Investitionsankündigungen: Im Umfeld der Messe wurden erhebliche Investitionszusagen bekannt gegeben, was Vertrauen in industrielle Innovation erkennen lässt. Besonders hervor stach Siemens mit dem Plan, 150 Millionen Dollar in ein neues, KI-orientiertes Forschungs- und Entwicklungszentrum für Batterien im kanadischen Ontario zu investieren, angekündigt während der Hannover Messe. Diese Investition ist ein unmittelbares Ergebnis der prominenten Bühne der Veranstaltung und zeigt, dass die Messe nicht nur Diskussionen anstößt, sondern auch konkrete finanzielle Zusagen für Zukunftstechnologien.
  • Besiegelte strategische Allianzen: Das internationale Netzwerkumfeld der Veranstaltung führte dazu, dass wichtige Vereinbarungen formalisiert wurden. Ein Paradebeispiel ist die erneuerte Allianz zwischen Kanada und Deutschland für saubere Mobilität: OVIN aus Ontario und e-mobil BW aus Deutschland unterzeichneten auf der Messe eine aktualisierte Absichtserklärung und festigten damit die laufende Zusammenarbeit bei Elektrofahrzeugen und intelligenter Mobilität. Solche Ergebnisse zeigen die Rolle der Hannover Messe als Katalysator internationaler Kooperation. Zahlreiche Unternehmen nutzten den Ort zudem, um Partnerschaftsverträge zu schließen oder Beziehungen zu stärken, und übersetzten das Netzwerken auf der Messe in dauerhafte Geschäftsbeziehungen.
  • Einigkeit über Zusammenarbeit & Innovation: Ein thematisches Ergebnis der Hannover Messe 2025 war ein gemeinsamer Aufruf der Branche zu Zusammenarbeit und pragmatischer Innovation. In verschiedenen Panels und Vorträgen betonten Führungskräfte, wie wichtig es ist, mit kleinen, konkreten Pilotprojekten zu beginnen, sich auf reale Lösungen zu konzentrieren und erfolgreiche Innovationen anschließend „mutig umzusetzen“ und zu skalieren. Diese Haltung, die sich auch in Beiträgen von Teilnehmenden mit ihren wichtigsten Erkenntnissen widerspiegelte, deutet auf einen Konsens hin: Die Zukunft der Industrie entsteht durch mutige, aber praktikable Schritte, die gemeinsam mit Partnern gegangen werden. Die Messe bekräftigte damit ein gemeinsames Bekenntnis zu kooperativer Innovation als Weg nach vorn.
  • Antworten auf globale Herausforderungen: Schließlich zeigte die Hannover Messe 2025, wie die Industrie auf größere globale Herausforderungen reagiert, und das war ein zentrales Ergebnis der Diskussionen. Lösungen für Energieeffizienz gewannen an Boden: Neue Gleichstromnetze für Werke, die Energieverluste senken, wurden als Weg zum Stromsparen gezeigt. Fachleute aus der Industrie und politisch Verantwortliche nutzten das Forum außerdem, um über Resilienz angesichts geopolitischer Spannungen, gestörter Lieferketten und Klimaziele zu sprechen. Einigkeit bestand darin, dass Innovation in Feldern wie Automatisierung, KI und sauberer Energie nicht nur für den geschäftlichen Erfolg entscheidend ist, sondern weltweit auch für wirtschaftliche Resilienz und Nachhaltigkeit. Insgesamt zeigte die Messe nicht nur Technik, sondern zeichnete auch ein klareres Bild davon, wie Branchen drängende globale Themen durch Innovation und Partnerschaft angehen wollen.

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