Best of LinkedIn: Sustainability & Green ICT KW 10/ 11
Die vergangenen zwei Wochen zeigen, dass Sustainability & Green ICT deutlich operativer wird. Die Diskussion ging über Ambitionen hinaus und wandte sich der Messung von Energie, dem Umbau der Infrastruktur, einem saubereren Strombezug und einer klareren Verantwortung dafür zu, wie KI und digitale Infrastruktur gebaut, betrieben und skaliert werden. Zugleich legt LinkedIn nahe, dass der Wettbewerbsvorteil zu den Akteuren wandert, die technische Effizienz mit glaubwürdigen Liefermodellen, praktischen Partnerschaften und messbaren Ergebnissen in der Nachhaltigkeit verbinden.
Datum
March 20, 2026
Sustainability & Green ICT
Thomas Allgeyer

Methodik: Alle zwei Wochen sammeln wir die relevantesten LinkedIn-Beiträge zu ausgewählten Themen und verdichten sie zu einem Gesamtüberblick, ausschließlich auf Basis dieser Beiträge. Die einzelnen Beiträge dahinter finden sich hier: https://linktr.ee/thomasallgeyer. Viel Freude beim Lesen.

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Wer lieber zuhört: Unser Podcast fasst die wichtigsten Erkenntnisse zu Sustainability & Green ICT KW 10/ 11 zusammen:

KI und Rechenzentren

  • Wasser wird zur bindenden Grenze für das Wachstum von KI und Cloud. Der direkte Bedarf am Standort und der große indirekte Verbrauch über die Stromerzeugung werden sichtbarer.
  • Die Gegenmaßnahmen laufen auf aufbereitetes Wasser, geschlossene Kreisläufe und eine engere Überwachung des gesamten Wasserkreislaufs hinaus, um die örtliche Versorgungssicherheit zu schützen.
  • Die Prognosen für die Last durch KI werden nach oben korrigiert. Fehlende Transparenz erzeugt Planungsrisiken für Netze, Genehmigungen und den Zeitpunkt von Investitionen.
    Die Architektur der Kühlung richtet sich auf Flüssigkeitskühlung aus, samt standardisierter Serverdesigns, die Reibung bei der Integration verringern und die Einführung von Direct-to-Chip-Ansätzen beschleunigen.
  • Die Nutzung von Abwärme setzt sich als praktischer lokaler Hebel zur Dekarbonisierung stärker durch, darunter Fernwärmekonzepte an großen digitalen Standorten.

Green Software und GreenOps

  • Der Zuschnitt von Prompts und Workloads gilt als unmittelbarer Hebel, um die Wirkung der KI-Inferenz zu senken. Studien behaupten, dass Optimierung die Emissionen ohne neue Hardware spürbar verringern kann.
  • GreenOps wird über Schulung und Zertifizierung operativ gemacht. Nachhaltigkeit soll so von der Berichterstattung in die täglichen Entscheidungen in Engineering und FinOps übersetzt werden.
  • Die Erzählungen zum Werkzeugeinsatz betonen Transparenz in Echtzeit. Sichtbare Signale zu CO2 und Energie sollen das Nutzungsverhalten und die Priorisierung in den Delivery-Teams beeinflussen.
  • Der Fokus wandert vom reinen Training zur Inferenz im großen Maßstab. Darin spiegelt sich die betriebliche Realität der Einführung in Unternehmen und der wiederkehrende Bedarf an Rechenleistung.

CO2- und ESG-Daten

  • Die Debatten zu Scope 2 wenden sich der stündlichen CO2-Bilanzierung zu. Jahresdurchschnitte verdecken demnach handhabbare betriebliche Entscheidungen wie das Verschieben von Workloads und den Zeitpunkt der Beschaffung.
  • Lücken im Management von ESG-Daten gelten als Hemmnis für die Umsetzung, vor allem beim Erheben von Lieferantendaten und bei normgerechten Nachweisen in großem Umfang.
  • Software für das CO2-Management soll über die Berichterstattung hinausgehen. Betont werden operative Auswertungen zu Emissionen und Entscheidungshilfen für Programme zur Dekarbonisierung.

Energie und Stromnetze

  • Ziele bei erneuerbaren Energien sind zunehmend an die Mechanik der Beschaffung und an vertraglich gesicherte Kapazität gebunden. Aussagen zu sauberem Strom müssen sich mit einem nachprüfbaren Bezug decken.
  • Netzausbau und Projekte für Energiekorridore gelten als Wegbereiter der Wettbewerbsfähigkeit und verbinden die Verfügbarkeit sauberen Stroms mit industriellem Wachstum und dem Ausbau digitaler Infrastruktur.
  • Die Erzählung von der Energiesouveränität kehrt zurück und deutet die Wende als strategische Autonomie samt Resilienz und nicht allein als Klimapolitik.

Kreislauffähige IT und Wiederverwendung

  • Aufgearbeitete Geräte gelten als Hebel für Kosten und Nachhaltigkeit in der Beschaffung von Unternehmen und stellen die Logik des automatischen Austauschs infrage.
  • Die Weitergabe überschüssiger IT wird mit digitaler Teilhabe verknüpft. Weniger Abfall und gesellschaftlicher Nutzen verbinden sich über die Wiederverwendung von Geräten in großem Umfang.
  • Die Nutzung der Abwärme aus Rechenzentren wird als Weg der Kreislaufwirtschaft dargestellt, der digitales Wachstum mit messbarem Nutzen vor Ort verbindet.

Signale aus Ökosystem und Politik

  • Signale aus der EU-Politik betonen, Nachfrage für CO2-arme Technologien zu schaffen, und binden Nachhaltigkeit an Wettbewerbsfähigkeit und Industriestrategie.
  • Nachhaltigkeit gilt als Voraussetzung für den Marktzugang. Glaubwürdigkeit stützt sich zunehmend auf Nachweise, Prüfbarkeit und die Fähigkeit zur Umsetzung.
  • Die Aktivität im Ökosystem zeigt sich in der Zusammenarbeit über Akteursgruppen hinweg und in Auszeichnungen aus dem Berufsfeld, die Nachhaltigkeit als operative Disziplin stärken.

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Die Beiträge und Stimmen hinter dieser Zusammenfassung

Der RoundUp zu KW 10/ 11 mit dem Best of LinkedIn zu Sustainability & Green ICT:

→ 72 ausgewählte Beiträge mit Substanz

→ 37 neue Stimmen, die einen Blick wert sind

→ 1 Deep Dive zum Vertiefen