Best of LinkedIn: Sustainability & Green ICT KW 20/ 21
In den vergangenen zwei Wochen rückte die Diskussion von allgemeinen Nachhaltigkeitsbotschaften zur operativen Umsetzung von Green ICT. Energiebedarf der KI, Wasser, Kühlung, Cloud-Optimierung und Software-Effizienz bestimmten die Agenda. Neue Partnerschaften und Infrastrukturmodelle zeigten, dass Nachhaltigkeit zur Anforderung an das Design wird und nicht länger ein Anhängsel der Berichterstattung ist.
Datum
May 29, 2026
Sustainability & Green ICT
Thomas Allgeyer

Methodik: Alle zwei Wochen sammeln wir die relevantesten LinkedIn-Beiträge zu ausgewählten Themen und verdichten sie zu einem Gesamtüberblick, ausschließlich auf Basis dieser Beiträge. Die einzelnen Beiträge dahinter finden sich hier: https://linktr.ee/thomasallgeyer. Viel Freude beim Lesen.

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Unseren Podcast anhören

Wer lieber zuhört: Unser Podcast fasst die wichtigsten Erkenntnisse zu Sustainability & Green ICT KW 20/ 21 zusammen:

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Energiebedarf der KI, Wasser und Transparenz der Infrastruktur

  • Die Diskussion rückte von Kennzahlen je Abfrage zur Transparenz auf Anbieterebene bei Energie, Emissionen und Wasserverbrauch. Gefordert wurden vergleichbare Angaben.
  • Stimmen aus der Branche verwiesen auf die Belastung von Strom- und Wassersystemen durch schnell wachsende Rechenzentren und forderten eine lokale Planung, die physische Ressourcengrenzen anerkennt.
  • Der Ausbau von KI in Regionen wie Südostasien wurde als Abwägung dargestellt: Optimierungsgewinne auf der einen Seite, höhere Emissionen aus dichten Infrastrukturclustern auf der anderen.
  • Hardware, GPUs und Bildgenerierung galten als konkrete Treiber des Strombedarfs. Das bestärkte die Forderung nach GPU-Clouds, die von Beginn an nachhaltig ausgelegt sind.

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Effiziente KI, kleinere Modelle und Green Software Engineering

  • Green AI rückte hin zu praktischen Architekturentscheidungen: kleinere Modelle, Model Routing, Caching, Deduplizierung, optimierte Prompts und weniger Token.
  • Die Arbeiten der UNESCO zu ressourceneffizienter generativer KI bestärkten Quantisierung, kleinere Modelle und optimierte Prompts als greifbare Hebel für einen geringeren Energieverbrauch.
  • KI auf dem Gerät und frugale KI galten als Alternativen zu dauerhafter Inferenz in der Cloud. Das verringert die Abhängigkeit von Rechenzentren und verbessert zugleich Datenschutz und Latenz.
  • Green Coding gewann an Bedeutung, weil effiziente Software direkt mit geringerem Energieverbrauch, niedrigeren Kosten und einer stärkeren Unterscheidbarkeit beim Kunden verknüpft wurde.

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Nachhaltige Rechenzentren, Kühlung und Energiestrategie

  • Rechenzentren erwiesen sich als zentraler Druckpunkt für Green ICT. Der Zugang zu Strom wurde zum strategischen Standort- und Wettbewerbsfaktor.
  • Der Wasserverbrauch wurde zu einem sichtbaren Risikofeld; Kühlkonzepte, Transparenz der Berichterstattung und örtliche Ressourcengrenzen gerieten wiederholt in die Kritik.
  • Finnland und die nordischen Länder galten als attraktive Regionen für grüne Rechenzentren, wegen erneuerbarem Strom, Netzplanung und dem Potenzial zur Abwärmenutzung.
  • Abwärmenutzung, Flüssigkeitskühlung, Immersionskühlung, modulare Bauweise, erneuerbare Energien und Speicher galten als zentrale Entwurfsentscheidungen für nachhaltige KI-Infrastruktur.

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Partnerschaften, Plattformen und neue Infrastrukturmodelle

  • Infosys und Sopht schlossen eine Partnerschaft, um die Messung von Green IT und die Cloud-Optimierung fest zu verankern. Nachhaltigkeit erscheint damit als messbare Disziplin der Unternehmens-IT.
  • Amazon, Google, Meta und Microsoft unterstützten die Finanzierung von Startups für Energiespeicher, Kühlung und emissionsarme Materialien in Rechenzentren.
  • T.Loop trat in Finnland mit einem Modell für zirkuläre Daten- und Energiezentren an, das Abwärme in Fernwärmenetze einspeisen soll.
  • Das TRON Data Center in Spanien verband Solarstrom, Batterien, Eco-LNG und Wasserstoff zu einem Konzept für nachhaltige KI-Infrastruktur.
  • BIG SUN trieb eine Plattform für Green-AI-Infrastruktur voran, die erneuerbare Energien, Speicher, Kühlung und Abwärmenutzung verbindet.
  • Sirius GreenTech warb für autarke solarbetriebene Rechenleistung und verfolgte zugleich Security- und Compliance-Standards für Unternehmen.

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Cloud-Optimierung, GreenOps und Verantwortung der CIOs

  • Cloud-Migrationen wurden zunehmend an CO2 und Kosten zugleich gemessen. Beispiele von SAP nach Azure hoben Right-Sizing und die Wahl der Region hervor.
  • FinOps und GreenOps galten als verbundene Disziplinen, um Kosten, Verschwendung, Energieverbrauch und Emissionen von KI und Cloud zu steuern.
  • DORA-Metriken mussten sich der Frage stellen, ob sie über Tempo und Stabilität hinaus auch Nachhaltigkeit, Energieverbrauch und digitalen Müll abbilden.
  • Nachhaltige IT wurde als Aufgabe der CIOs eingeordnet, die Governance, Messung, Beschaffungsentscheidungen und operative Disziplin verlangt.

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Clean Tech, industrielle Dekarbonisierung und Klimakapital

  • Die Dynamik im Clean Tech konzentrierte sich auf Kommerzialisierung, die Modernisierung der Stromnetze, Speicher, gesicherte Leistung und erste Anlagen ihrer Art.
  • Indien galt durch das Wachstum der Solarenergie, Investitionszuflüsse und eigene Fertigung als aufstrebender Cleantech-Standort.
  • Frankreichs Clean-Tech-Agenda hob grünen Wasserstoff, grünen Stahl und Batterien als strategische Themen industrieller Souveränität hervor.
  • Das Werk von Ecocem in Dünkirchen zeigte, wie emissionsarmer Zement die industrielle Dekarbonisierung im großen Maßstab unterstützen kann.
  • Klimakapital konzentrierte sich offenbar auf gesicherte Leistung, Speicher, Energieinfrastruktur für KI und skalierbare Technologien jenseits der Pilotphase.

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Berichterstattung, Regulierung und Glaubwürdigkeit im Green ICT

  • Der EU AI Act wurde mit der Berichterstattung zu Green AI, mit Governance, FinOps-Tracking und der Aufsicht über Hochrisikosysteme verknüpft.
  • Nachhaltigkeitsaussagen zu KI gerieten dort in die Kritik, wo Vorteile ohne klare Bedingungen, Daten, Transparenz und Verantwortung behauptet wurden.
  • Der Einsatz von Anthropics Claude auf den gasbetriebenen Colossus-Campus warf Fragen zur CO2-Intensität von KI-Infrastruktur auf.
  • Die Berichterstattung von Digital Realty galt als Maßstab für Transparenz beim Wasserverbrauch, besonders auf regionaler Ebene.

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Die Beiträge und Stimmen hinter dieser Zusammenfassung

Der RoundUp zu KW 20/ 21 mit dem Best of LinkedIn zu Sustainability & Green ICT:

→ 70 ausgewählte Beiträge mit Substanz

→ 35 neue Stimmen, die einen Blick wert sind

→ 1 Deep Dive zum Vertiefen

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