Best of LinkedIn: Sustainability & Green ICT KW 24/ 25
Green ICT kommt vom Bewusstsein in die Umsetzung. Das Wachstum der KI zwingt Unternehmen dazu, Energie, Wasser, Infrastruktur, die Effizienz der Software und die Berichterstattung disziplinierter zu steuern. Der Markt sendet ein eindeutiges Signal: An die Stelle von Nachhaltigkeitsaussagen treten messbare Kontrollen, technische Entscheidungen und eine verantwortliche Governance.
Datum
June 26, 2026
Sustainability & Green ICT
Thomas Allgeyer

Methodik: Alle zwei Wochen sammeln wir die relevantesten LinkedIn-Beiträge zu ausgewählten Themen und verdichten sie zu einem Gesamtüberblick, ausschließlich auf Basis dieser Beiträge. Die einzelnen Beiträge dahinter finden sich hier: https://linktr.ee/thomasallgeyer. Viel Freude beim Lesen.

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Wer lieber zuhört: Unser Podcast fasst die wichtigsten Erkenntnisse zu Sustainability & Green ICT KW 24/ 25 zusammen:

Green AI im Betrieb

  • Unternehmen rückten von allgemeinen Debatten über Green AI ab und steuerten konkret die Wahl der Modelle, den Tokenverbrauch, die Platzierung der Workloads und die Effizienz zur Laufzeit.
  • Schlanke agentenbasierte KI, spezialisierte Modelle und der Einsatz von Modellen mit offenen Gewichten setzten sich als Alternativen zur standardmäßigen Nutzung von Frontier-Modellen stärker durch.
  • CO2-bewusste Planung und die regionale Platzierung von Workloads erwiesen sich als praktische Hebel, um die Wirkung der KI-Infrastruktur zu senken.
  • GreenOps und FinOps wuchsen zusammen, weil die Nutzung von KI den Kostendruck, die Belastung durch Emissionen und die Komplexität der Governance erhöhte.

Druck auf die KI-Infrastruktur

  • Das Wachstum der Rechenzentren machte die Verfügbarkeit von Strom zum strategischen Engpass beim Ausbau der KI-Kapazität.
  • Netzanschluss, Flächennutzung, Wasserverbrauch und Notstromversorgung wurden in der Planung von KI-Infrastruktur zu sichtbareren Grenzen.
  • Widerstand vor Ort und politische Vorstöße zeigten, dass der Ausbau von Rechenzentren zunehmend von der Akzeptanz in der Bevölkerung abhängt.
  • Infrastrukturentscheidungen lösten sich von der reinen Kapazitätsplanung und wogen breiter ab zwischen CO2, Wasser, Arbeitsplätzen und Steueraufkommen.

Kühlung & Wasserinnovation

  • Die Innovation bei der Kühlung beschleunigte sich, von der Flüssigkühlung über Tauchkühlsysteme und Kältemaschinen ohne Wasserverlust bis zu klügeren Betriebsparametern.
  • Die Wassereffizienz gewann als ICT-Kennzahl neben Energie und CO2-Leistung an Gewicht.
  • Tauchkühlung ohne Süßwasser und Infrastruktur ohne Wasserverlust zeigten eine stärkere Nachfrage nach ressourceneffizientem KI-Betrieb an.
  • Neue Ansätze wie Rechenzentren aus Holz, unter Wasser oder mit alternativer Energieversorgung zeigten, wie breit im Bereich nachhaltiger Infrastruktur experimentiert wird.

Green-ICT-Produkte

  • GreenPT stellte über eine API auf europäischer Infrastruktur mit erneuerbarer Energie einen kostenlosen Zugang zu Suche, OCR und Scraping bereit.
  • Terralyn führte eine per Prompt erstellte Monte-Carlo-Simulation für Scope 3 vor und zeigte damit das Potenzial flexiblerer ESG-Werkzeuge.
  • Carbon.Crane übersetzte digitale CO2-Emissionen in Prüfungen auf Website-Ebene und in konkrete Maßnahmen zur Optimierung einzelner Seiten.
  • Kühlinitiativen von XNRGY und im Umfeld von Infinium verwiesen auf eine wachsende Vermarktung nachhaltiger Rechenzentrumstechnologien.

Standards & Messung

  • Die Umwelttransparenz bei KI rückte auf der Governance-Agenda nach oben, bei Energie, Wasser, Fläche und der Wirkung über den Lebenszyklus.
  • Die Arbeit der Green Software Foundation weitete die Diskussion über Messung von CO2 auf Energie, Wasser und Abfall aus.
  • Bewertungen der Infrastruktur über den gesamten Lebenszyklus gewannen an Bedeutung, um die tatsächliche Wirkung von Cloud- und ICT-Entscheidungen zu beurteilen.
  • Messansätze für einzelne Anwendungsfälle entstanden etwa bei der Videoerzeugung durch KI und beim maschinellen Lernen im Gesundheitswesen.

Nachhaltige Software

  • Die Modernisierung der Cloud wurde zunehmend über Nachhaltigkeit, Kosteneffizienz, Architektur und Disziplin beim Operating Model beschrieben.
  • Die Optimierung von SAP HANA, der Abbau virtueller Maschinen und Autoscaling zeigten, dass sich geringere Emissionen häufig mit einer besseren Auslastung decken.
  • Green Coding kam von Prinzipien in praktische Workflows, etwa die Optimierung von GitHub Actions und ein KI-gestütztes Eco-Design.
  • Nachhaltigkeitsprüfungen von Websites legten vermeidbaren digitalen Ballast bei JavaScript, Hosting, Seitengewicht und Ladeverhalten offen.

Green-ICT-Communities

  • Green IO Amsterdam, Green IO Munich und Green IO DACH spiegelten einen stärkeren Zug zu einer industrialisierten IT-Nachhaltigkeit.
  • GreenOps, Beschaffung, der Lebenszyklus der Hardware, nachhaltige UX und die souveräne Cloud wurden Teil einer gemeinsamen operativen Agenda.
  • Entwickler-Communities brachten wiederverwendbare Praktiken des Green Coding über Wettbewerbe, Vorlagen und lokale Lernformate voran.
  • Grüne Kompetenzen gewannen an Bedeutung, weil sich Sicherheit im Umgang mit KI und Fähigkeiten im Nachhaltigkeitsbereich zunehmend überschneiden.

Folgen für Unternehmen

  • Green ICT wird zu einem Kernthema für die Infrastrukturstrategie, die Kostenkontrolle, das Risikomanagement und die Governance von KI.
  • Unternehmen sollten die Wahl der Modelle, den Tokenverbrauch, die Platzierung der Workloads, die Auslegung der Kühlung und die Nachweise der Anbieter als formale Kontrollen führen.
  • Nachhaltigkeitsaussagen werden zunehmend Belege über den Lebenszyklus, eine wiederkehrende Verifizierung und Glaubwürdigkeit bei den Beteiligten vor Ort verlangen.
  • Der nächste Schritt im Reifegrad ist die Industrialisierung in Engineering, Beschaffung, Cloud-Betrieb und KI-Governance.

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Die Beiträge und Stimmen hinter dieser Zusammenfassung

Der RoundUp zu KW 24/ 25 mit dem Best of LinkedIn zu Sustainability & Green ICT:

→ 71 ausgewählte Beiträge mit Substanz

→ 35 neue Stimmen, die einen Blick wert sind

→ 1 Deep Dive zum Vertiefen