Best of LinkedIn: Account-based Marketing KW 38/ 39
Account-based Marketing konzentrierte sich in den vergangenen zwei Wochen darauf, das Operating Model neu aufzubauen: rund um Live-Signale, eine praxisnahe Orchestrierung und eine auf LinkedIn ausgerichtete Aktivierung. Neuerungen bei Produkten und Partnerschaften zielten auf Personalisierung im großen Maßstab, auf Korrekturen in der Attribution und auf Signalintegrationen, die die Lücke zwischen Media und CRM schließen.
Datum
September 29, 2025
Account-based Marketing
Thomas Allgeyer

Methodik: Alle zwei Wochen sammeln wir die relevantesten LinkedIn-Beiträge zu ausgewählten Themen und verdichten sie zu einem Gesamtüberblick, ausschließlich auf Basis dieser Beiträge. Die einzelnen Beiträge dahinter finden sich hier: https://linktr.ee/thomasallgeyer. Viel Freude beim Lesen.

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ICP und Segmentierung

  • Breite ICPs wichen einer Segmentierung nach der Problempassung und einer Einstufung, die an konkreten geschäftlichen Problemen ansetzt.
  • Priorisierte Accounts wurden bewusst ausgewählt und nicht aus statischen Listen übernommen.
  • Regionale Unterschiede rückten in den Blick; Beispiele aus APAC zeigten, dass Lokalisierung besser wirkt als Playbooks nach dem Prinzip einer Lösung für alle.
  • Shortlists mit Wunschkunden dienten dazu, maßgeschneiderte Akquisestrategien zu entwickeln.
  • Die Kriterien für die Passung wurden mit Sales abgestimmt, um Rauschen zu verringern und den Fokus zu schärfen.

Daten und Signale

  • Qualität und Aktualität der Datenanreicherung galten als begrenzender Faktor für die nachgelagerte Orchestrierung.
  • Live-Intent gab den Takt für die Aktivierung vor und bestimmte die Abfolge von Ansprache und Content-Wegen.
  • Technologie- und Nutzungsdaten dienten dazu, die Passung der Zielgruppen zu schärfen und Streuverluste über alle Kanäle hinweg zu verringern.
  • Die Aktivität in GitHub-Repositories wurde als praktikables Signal für Entwicklersegmente nutzbar gemacht.
  • Gegenüber intransparenten KI-Quellen für Intent-Daten herrschte gesunde Skepsis, um falsche Treffer zu vermeiden.

Media und Targeting auf LinkedIn

  • Zielgruppen wurden laufend aktualisiert, orientiert am tatsächlichen Engagement statt an festen Exporten.
  • Retargeting-Regeln folgten den Kaufphasen, mit strengeren Ausschlüssen gegen Ermüdungseffekte.
  • Auswertungen aus dem LinkedIn Ads Manager dienten dazu, das Engagement auf Unternehmensebene zu prüfen, bevor die Budgets ausgeweitet wurden.
  • Personalized Sponsored Content wurde eingeführt, um Eins-zu-eins-Erlebnisse in bezahlter Reichweite zu ermöglichen.
  • Rückkopplungen aus Kreation und Zielgruppen wurden an das CRM angebunden, um Segmente zu schärfen und Ausspielungen bei geringem Intent zu reduzieren.

Kreation und Content

  • Die Botschaften wurden je Rolle in der Buying Group auf Problem, Ergebnis und nächsten Schritt reduziert.
  • Modulare Assets wurden so gestaltet, dass sie sich schnell austauschen lassen, sobald neue Intent-Signale auftreten.
  • Kommentare wurden gezielt genutzt, um Antwortraten zu erhöhen und neue Gespräche zu eröffnen.
  • Kurze Testzyklen konzentrierten sich auf klare Headlines und starke Aufhänger statt auf große Formatwechsel.
  • Die Personalisierung richtete sich nach dem Kontext des Accounts und nicht nach allgemeinen Rollenvorlagen.

Abstimmung mit Sales und Orchestrierung

  • SDR-Sequenzen starteten bei Engagement in den Medien und bei Intent-Signalen auf der Website, mit klar festgelegten Schritten Tag für Tag.
  • Übergaben folgten Regeln zu Aktualität und Schwellenwerten, um Kontakt- und Annahmequoten zu verbessern.
  • Playbooks für Erstkontakt, Nachfassen und Terminvereinbarung wurden vereinheitlicht, um Schwankungen zu verringern.
  • Rückschreibungen ins CRM hatten Vorrang, damit Sales dieselben Signale sieht, die auch die Entscheidungen im Marketing bestimmen.
  • Plays zur Reaktivierung verlorener Accounts wurden mit klaren Auslösern und konkreten Wertlücken beschrieben.

Messung und Wirkung auf die Pipeline

  • Die Debatte über Attribution richtete sich neu aus: auf die Qualität der Opportunities, den Fortschritt zwischen den Phasen und die Analyse der Geschwindigkeit.
  • Fortschrittsmarker auf Ebene der Buying Group wurden quellenbasierten MQL-Zählungen vorgezogen.
  • Dashboards stellten den Zustand der Segmente, die Aktualität der Zielgruppen und die Wirkung der Plays für wöchentliche Entscheidungen heraus.
  • Eine praxistaugliche Attribution entstand durch die Verknüpfung von LinkedIn- und CRM-Daten, um blinde Flecken zu schließen.
  • Die Analyse der Abschlussquoten knüpfte an die Passung der Botschaft und an das Timing an, nicht an die Zahl der Kanäle.

Tools und Plattformen

  • Plattformen wurden danach beurteilt, ob sie Passung, Datenanreicherung, Aktivierung und Vertriebsaktivitäten in einem Stack verbinden.
  • Identitätsauflösung und automatische Ausschlüsse galten als besonders wirksame Punkte auf der Roadmap.
  • Kleine Hilfsprogramme kamen zum Einsatz, um wiederkehrende Aufgaben bei Zielgruppen und Kreation zu automatisieren.
  • Orchestrierung wurde daran gemessen, wie stark sie das manuelle Hin und Her zwischen Media, Analytics und CRM verringert.
  • Die Zuverlässigkeit der Rückschreibung von Daten galt als Grundanforderung und nicht als Zusatzfunktion.

Partnerschaften und Ökosystem

  • Fibbler soll das Engagement auf LinkedIn mit dem CRM verbinden und so die Attribution im B2B klarer machen.
  • Eine bezahlte Zusammenarbeit mit Tofu rückte Personalisierung in Echtzeit in Verbindung mit Live-Intent in den Vordergrund.
  • Anbieter betonten Integrationen statt einzelner Funktionen, um den operativen Aufwand zu senken.
  • Die Entwicklungen im Ökosystem zielten darauf, Signale aus der Mediennutzung mit vertriebsreifen Erkenntnissen zu verbinden.
  • Der Wert von Partnern bemaß sich daran, wie schnell handlungsfähige Daten in den zentralen Workflows verfügbar waren.

KI und Automatisierung

  • KI kam bei der Aktualisierung von Zielgruppen, der Auswahl von Botschaften und beim Routing zum Einsatz, nicht bei abstrakter Strategiearbeit.
  • ICP und Intent-Signale setzten die Leitplanken, damit generative Personalisierung genau bleibt.
  • Automatisierung sollte manuelle Zwischenschritte zwischen Plattformen beseitigen und so schnellere Iterationen ermöglichen.
  • KI-gestütztes Scoring diente dazu, Accounts für die Nachfassfenster der SDRs zu priorisieren.
  • Die menschliche Prüfung blieb dort eingebunden, wo unklare Signale die Relevanz gefährden konnten.

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Die Beiträge und Stimmen hinter dieser Zusammenfassung

Der RoundUp zu KW 38/ 39 mit dem Best of LinkedIn zu Account Based Marketing:

→ 61 ausgewählte Beiträge mit Substanz

→ 32 neue Stimmen, die einen Blick wert sind

→ 1 Deep Dive zum Vertiefen