Best of LinkedIn: Channel Marketing KW 11/ 12
Im Channel Marketing zeigt sich in den vergangenen zwei Wochen deutlich, dass an die Stelle aufmerksamkeitsgetriebener Partneraktivität eine strukturierte, am Umsatz ausgerichtete Umsetzung tritt. Hyperscaler definieren ihre Partnerprogramme neu, KI wird in Co-Sell-Abläufe eingebettet, und operative Disziplin wird zum wichtigsten Unterscheidungsmerkmal zwischen starken und schwachen Ökosystemen. Zugleich treten Spannungen zwischen direktem und indirektem Modell immer wieder zutage und zwingen Unternehmen dazu, Vertrauen, Anreize und Verantwortung im Partnergeschäft neu zu durchdenken.
Datum
March 24, 2026
Channel Marketing
Thomas Allgeyer

Methodik: Alle zwei Wochen sammeln wir die relevantesten LinkedIn-Beiträge zu ausgewählten Themen und verdichten sie zu einem Gesamtüberblick, ausschließlich auf Basis dieser Beiträge. Die einzelnen Beiträge dahinter finden sich hier: https://linktr.ee/thomasallgeyer. Viel Freude beim Lesen.

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Wer lieber zuhört: Unser Podcast fasst die wichtigsten Erkenntnisse zu Channel Marketing KW 11/ 12 zusammen:

Die Ökosysteme der Hyperscaler werden neu aufgebaut

  • Partnerprogramme werden grundlegend umgebaut: Umsatzwirkung und Ergebnisse beim Kunden zählen mehr als klassische Stufenmodelle.
  • Anreize orientieren sich zunehmend an Verbrauch, Leistung und messbaren Geschäftsergebnissen statt an Zertifizierungen.
  • Erfolg hängt inzwischen stärker von der Qualität der Umsetzung im Ökosystem ab als vom bloßen Zugang dazu.

KI wird fester Bestandteil von Partner- und Co-Sell-Abläufen

  • KI wird direkt in Partnerplattformen eingebettet, um die Bearbeitung von Opportunities und Arbeitsabläufe zu automatisieren.
  • Erkenntnisse in Echtzeit, Guided Selling und automatisierte Prozesse senken den manuellen Aufwand in der Partnerbetreuung.
  • Frühe Anwendungsfälle zielen auf eine höhere Effizienz im Co-Sell, nicht auf Demand Generation am oberen Ende des Funnels.
  • KI gilt als Wegbereiter für Skalierung in Ökosystemen mit vielen Partnern und hoher Komplexität.

Operative Disziplin ist der neue Wachstumshebel

  • Sichtbarkeit im CRM ist entscheidend; Partnerbeiträge, die nicht erfasst werden, existieren faktisch nicht.
  • Deal-Qualifizierung, Dokumentationsqualität und Prozesstreue wirken sich unmittelbar auf die Erfolgsquote im Co-Sell aus.
  • Ein falsches Verständnis der Partnerabläufe führt zu verlorenen Opportunities, besonders in großen Ökosystemen.
  • Strukturierte Verfahren wie Attributionsmodelle und die Nachverfolgung von Anreizen bleiben untergenutzt.

Marktplatz- und Co-Sell-Modelle reifen

  • Die Listung auf Marktplätzen ist nicht mehr die eigentliche Hürde; dauerhafte Nachfrage und tatsächliche Nutzung sind es.
  • Co-Sell-Prozesse binden mehrere interne Beteiligte ein, darunter operative Ebenen noch vor dem Vertriebskontakt.
  • Zeitverzug, Qualifizierungshürden und Routing-Logik erzeugen Reibung, die Partner aktiv steuern müssen.
  • Erfolgreiche Partner werden nach der internen Freigabe von sich aus aktiv, statt auf eine Initiative des Vertriebs zu warten.

Partnerökonomie und Anreize stehen auf dem Prüfstand

  • Vielen Partnern fällt es schwer zu durchschauen, wie Rückvergütungen, Anreize und Attributionsmechanismen funktionieren.
  • Wenn Aufwand und wahrgenommene Belohnung auseinanderfallen, entsteht in Partnerökosystemen weiterhin Reibung.
  • Der richtige Einsatz von Attributionswerkzeugen und Anreizprogrammen beeinflusst die Rentabilität erheblich.
  • Wissenslücken bleiben ein wesentliches Hindernis, um die verfügbaren Partnerleistungen voll auszuschöpfen.

Der Channel-Konflikt zwischen Direktvertrieb und Partnervertrieb kehrt zurück

  • Wenn Direktvertriebsteams in Accounts vordringen, die Partnern gehören, bricht Vertrauen weg.
  • Schlechte Kommunikation und fehlende klare Grenzen können Gegenwehr bei Partnern auslösen.
  • Die Erholung verlangt Transparenz, Einigkeit über Rollen und neu definierte Modelle der Zusammenarbeit.
  • Hybride Modelle verbreiten sich, verlangen aber eine sorgfältige Orchestrierung.

Partnermarketing wird strukturierter und bewusster

  • Statt Partner ad hoc einzubinden, entstehen definierte Rahmenwerke, um Kampagnen zu erweitern.
  • Klar getrennt wird Marketing an Partner, über Partner und mit Partnern.
  • Mehr Aufmerksamkeit gilt der Abstimmung der Partnerbotschaften auf die zentralen Kampagnenziele.
  • Im Vordergrund stehen wiederholbare Playbooks statt einmaliger Aktionen.

Die Rolle des Partner Managers wächst

  • Erwartet werden inzwischen Verantwortung für den Umsatz, operative Umsetzung und bereichsübergreifende Abstimmung.
  • Die Rolle reicht über die Pflege von Beziehungen hinaus und umfasst zunehmend die Orchestrierung des Ökosystems.
  • Erfolg setzt Verständnis für interne Systeme, Anreize und Vertriebsprozesse voraus.
  • Zwischen dem wahrgenommenen Rollenbild und den tatsächlichen Aufgaben im Alltag wächst die Lücke.

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Die Beiträge und Stimmen hinter dieser Zusammenfassung

Der RoundUp zu KW 11/ 12 mit dem Best of LinkedIn zu Channel Marketing:

→ 70 ausgewählte Beiträge mit Substanz

→ 34 neue Stimmen, die einen Blick wert sind

→ 1 Deep Dive zum Vertiefen