Best of LinkedIn: ICT & Tech Insights KW 21/ 22
In ICT & Tech rückte die Sicherheitsstrategie in den vergangenen zwei Wochen von punktuellen Korrekturen ab und richtete sich auf einen strukturellen Neuentwurf. Regulierungsbehörden, Anbieter und Telekommunikationsunternehmen fanden bei drei Themen zusammen: Post-Quantum-Bereitschaft, Zero-Trust-Architekturen und souveräne Clouds. Gleichzeitig forderten Vorstände messbare Resilienz, und die Partnernetzwerke im europäischen Mittelstand wurden enger.
Datum
May 21, 2025
ICT & Tech Insights
Thomas Allgeyer

Methodik: Alle zwei Wochen sammeln wir die relevantesten LinkedIn-Beiträge zu ausgewählten Themen und verdichten sie zu einem Gesamtüberblick, ausschließlich auf Basis dieser Beiträge. Die einzelnen Beiträge dahinter finden sich hier: https://linktr.ee/thomasallgeyer. Viel Freude beim Lesen.

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Cybersecurity & Zero Trust

  • Organisationen wechselten entschlossen von der Reaktion auf Vorfälle zur fortlaufenden Bedrohungsmodellierung. Dauerhaft bestehende privilegierte Zugriffe galten dabei als wichtigstes Einfallstor.
  • Microsoft und CrowdStrike führten eine einheitliche Taxonomie für Bedrohungsakteure ein. Das vereinfacht den Austausch von Erkenntnissen zwischen Anbietern und beschleunigt die Reaktion der Verteidiger.
  • Microsoft startete zudem sein European Security Program und bietet darin öffentlichen Stellen und Betreibern kritischer Infrastruktur kostenlose Härtungsleistungen an.
  • Die Debatte über Ransomware richtete sich auf kleine und mittlere Unternehmen. Im Vordergrund standen bezahlbare Zero-Trust-Vorlagen und Angebote zur Managed Detection, die auf Teams mit knappen Ressourcen zugeschnitten sind.

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Post-Quantum & kryptografische Resilienz

  • Vorstände hoben das Quantenrisiko auf die strategische Agenda und warnten vor einer „Quanten-Zeitbombe“, die heute verschlüsselte Daten nachträglich offenlegen könnte.
  • Praktiker skizzierten GRC-Frameworks für Post-Quantum, die Meilensteine von NIST und CNSA-2 auf Risikoregister und Beschaffungspläne der Unternehmen abbilden.
  • Die CISA forderte Bundesbehörden auf, Gegenmaßnahmen gegen „harvest now, decrypt later“ einzuführen. Zulieferer beschleunigten daraufhin quantensichere Pilotprojekte.
  • Fachleute erwarteten, dass gemischte Verschlüsselungsverfahren, ein überarbeitetes Schlüsselmanagement und Vertrauensanker in Hardware auf Wallet-Niveau die Übergangsbudgets bestimmen werden.

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IT Governance & Compliance

  • Ein Compliance-Leitfaden in sieben Stufen fand bei Produktteams Anklang. Er betont eine frühe Abstimmung mit der Rechtsabteilung, automatisch erfasste Nachweise und Verantwortung über Funktionsgrenzen hinweg.
  • Verantwortliche für Data Governance verstanden einheitliche Referenzdatensätze und geprüfte Metadaten neu als Voraussetzung für verlässliche GenAI-Anwendungen.
  • Führungskräfte aus der Gesundheitstechnologie betonten, dass in regulierten Märkten das Zusammenspiel der Beteiligten über den Erfolg entscheidet und nicht das Tempo neuer Funktionen.
  • Verantwortliche für APIs wechselten von statischer Dokumentation zu Regeln, die als Code durchgesetzt werden. Damit lässt sich in Echtzeit steuern, was Dritten offensteht.

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Telekommunikation & Partnerökosysteme

  • Die PaCon von Vodafone zeigte Monetarisierungsmodelle für 5G und Netz-APIs, die von Partnern getragen werden. Gemeinsames Marketing gilt dabei als Wachstumshebel.
  • Schwarz Digits schloss sich der Initiative „Next Level Mittelstand“ an, um die Digitalisierung des deutschen Mittelstands mit ausgewählten Cloud- und Security-Stacks zu beschleunigen.
  • Die AFCEA Bonn unterstrich die wachsende Nachfrage nach sicherer, hochverfügbarer Konnektivität, die auf Aufgaben in Verteidigung und öffentlichem Sektor zugeschnitten ist.

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Führung & Transformation

  • CIO-Runden machten die wachsende Kluft zwischen Kostenvorgaben im Einkauf und ergebnisorientierter Wertschöpfung sichtbar und drängten auf Kennzahlen, die die Gesamtwirkung erfassen.
  • Branchenexperten warnten, dauerndes „Feuerlöschen“ lähme das Innovationstempo; Kapazität für kontrolliertes Experimentieren freizuräumen, zählt inzwischen zu den Prioritäten der Vorstände.
  • Fachleute für Zugriffsmanagement argumentierten, klügere Regeln für Berechtigungen schlössen wertvolle Angriffspfade besser als zusätzliche Ausgaben für Hardware.
  • Strategen für die Lieferkette forderten, Softwareabhängigkeiten kleinteilig nachzuverfolgen. So lassen sich „verborgene“ Schwachstellen entschärfen, die durch Entwicklungsteams im Ausland und externe Dienstleister hinzukommen.

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KI-Chips & Technologiegeopolitik

  • Eine Änderung der US-Exportregeln stellte die Lizenzvergabe von geografischen Kriterien auf Leistungsschwellen um. Anbieter entwarfen daraufhin ihre KI-Beschleuniger der nächsten Generation neu.
  • Analysten wiesen auf das beginnende Auseinanderdriften der KI-Lieferketten in den USA und China hin und erwarteten eine strengere Aufsicht über souveräne KI-Fähigkeiten und deren Nähe zur Cloud.
  • Verfechter von Security by Design drängten darauf, Kontrollen auf Hardwareebene direkt in KI- und IoT-Chips einzubauen, statt sich auf Endpoint-Agenten nach dem Ausrollen zu verlassen.

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Die Beiträge und Stimmen hinter dieser Zusammenfassung

Der RoundUp zu KW 21/ 22 mit dem Best of LinkedIn zu ICT & Tech:

→ 63 ausgewählte Beiträge mit Substanz

→ 42 neue Stimmen, die einen Blick wert sind

→ 1 Deep Dive zum Vertiefen

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