Best of LinkedIn: M&A Insights KW 25/ 26
Der M&A-Markt zieht wieder an, allerdings ungleichmäßig. Kapital fließt in KI, Infrastruktur, Cybersecurity und geografische Expansion, während Käufer Bewertung, Resilienz und Integrationsreife strenger prüfen. Die entscheidende Verschiebung ist deutlich: Nicht mehr die Transaktionsaktivität bestimmt den Erfolg eines Deals, sondern diszipliniertes Sourcing, eine gründliche Due Diligence und die Umsetzung nach dem Closing.
Datum
June 30, 2026
M&A Insights
Thomas Allgeyer

Methodik: Alle zwei Wochen sammeln wir die relevantesten LinkedIn-Beiträge zu ausgewählten Themen und verdichten sie zu einem Gesamtüberblick, ausschließlich auf Basis dieser Beiträge. Die einzelnen Beiträge dahinter finden sich hier: https://linktr.ee/thomasallgeyer. Viel Freude beim Lesen.

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Wer lieber zuhört: Unser Podcast fasst die wichtigsten Erkenntnisse zu M&A Insights KW 25/ 26 zusammen:

Markterholung & Selektivität

  • Die M&A-Aktivität erholt sich, angeführt von größeren strategischen Transaktionen und neuem Appetit in den Vorstandsetagen.
  • Käufer bleiben selektiv und konzentrieren sich auf robuste Assets mit klarem Wertsteigerungspotenzial.
  • Unternehmen nutzen Übernahmen, um Fähigkeiten zu gewinnen, in Märkte einzutreten und schneller auf Umbrüche zu reagieren.
  • Private Equity setzt Kapital lieber diszipliniert ein, statt auf breites Dealvolumen zu zielen.

KI als Treiber von Deals

  • KI wird zum Bewertungstreiber und ist nicht länger nur ein Investitionsthema der Technologie.
  • Assets aus KI, Cybersecurity und Infrastruktur wecken besonderes Interesse, weil sie sich leichter verteidigen lassen.
  • Klassische Software und reine KI-Aufsätze stehen vor einer Neubewertung, weil Differenzierung schwerer zu halten ist.
  • KI verbessert Sourcing, Due Diligence und juristische Prüfung, während menschliches Urteilsvermögen entscheidend bleibt.

Aktive Sektoren

  • Die Biopharma-Aktivität konzentriert sich auf Onkologie, GLP-1 und KI-gestützte Partnerschaften.
  • Technologiedeals zeigen höhere Werte bei geringerem Volumen, was auf qualitätsorientiertes Dealmaking hindeutet.
  • Im Telekommunikationssektor stehen Mobilfunkkonsolidierung, Glasfaser-Assets und die Eignung der Infrastruktur für KI im Vordergrund.
  • Deals im Banken- und Kapitalmarktgeschäft werden von Konsolidierung, Fintech und Payments geprägt.

Exklusiver Zugang & Beziehungen

  • Exklusiver Deal Flow entsteht immer häufiger vor formalen Prozessen oder Auktionen.
  • Verkäufer bevorzugen oft den direkten Kontakt zu Vertrauten, wenn strategische Passung und Zeitpunkt stimmen.
  • Frühe Ansprache, Relevanz und Geduld werden im eigentümergeführten M&A zu zentralen Vorteilen.
  • Erfolg über Grenzen hinweg hängt von globaler Reichweite in Verbindung mit lokalem Vertrauen ab.

Bewertung & Strukturierung

  • Käufer schauen über das EBITDA hinaus auf Umsatzqualität, Margenstabilität und Umsetzungsrisiko.
  • Der Enterprise Value muss über Cash, Schulden und Working Capital sorgfältig in den Equity Value überführt werden.
  • Liquidationspräferenzen können den Erlös der Gründer schmälern, trotz hoher genannter Bewertungen.
  • Steuerliche und transaktionsbezogene Strukturierung beeinflussen die Wirtschaftlichkeit für Käufer und den Erlös der Verkäufer erheblich.

Due Diligence & Risikoprüfung

  • Die kulturelle Due Diligence rückt nach vorn, um die Passung der Führung und die Integrationsreife zu prüfen.
  • KI-Abhängigkeit, Kundenbindung, regulatorisches Risiko und Vertragsqualität werden strenger geprüft.
  • Umstrittenes M&A nimmt zu, weil Investoren Bewertung, Zeitpunkt und strategische Begründung infrage stellen.
  • Public Affairs gewinnt an Bedeutung, weil der Druck von Regulierung und Stakeholdern zunimmt.

Integration & Wertschöpfung

  • Die Integrationsplanung muss vor dem Closing beginnen, mit klarer Verantwortung und festen Meilensteinen.
  • Kultur, Führungsverhalten und das Vertrauen der Mitarbeitenden bleiben zentral, damit sich Wert realisieren lässt.
  • Integrationen im Bankensektor hängen von sauberen Kundendaten ab, damit der Betrieb nicht gestört wird.
  • Eine strukturierte Kommunikation in der Post-Merger-Integration verbessert Transparenz, Verantwortung und Umsetzungstempo.

Werkzeuge & Exit-Reife

  • KI-gestützte Werkzeuge für Recht und Arbeitsabläufe stärken Due Diligence, Vertragsprüfung und Umsetzungsqualität.
  • Europäische M&A-Werkzeuge gewinnen an Relevanz, weil sie zur DSGVO passen und Transaktionsabläufe unterstützen.
  • Verkäufer brauchen saubere Gesellschaftsstrukturen, glaubwürdige Unterlagen und realistische Erwartungen, bevor sie an den Markt gehen.
  • Starke Exits verbinden die Logik des Käufers, eine strategische Positionierung und eine disziplinierte Prozessvorbereitung.

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Die Beiträge und Stimmen hinter dieser Zusammenfassung

Der RoundUp zu KW 25/ 26 mit dem Best of LinkedIn zu M&A:

→ 70 ausgewählte Beiträge mit Substanz

→ 36 neue Stimmen, die einen Blick wert sind

→ 1 Deep Dive zum Vertiefen