Best of LinkedIn: Smart Manufacturing KW 25/ 26
Für Smart Manufacturing beginnt eine anspruchsvollere Phase. Der Markt lässt isolierte Pilotprojekte und Technologieerzählungen hinter sich und verlangt eine Umsetzung auf Industrieniveau, bei der KI, Robotik, digitale Zwillinge und softwaredefinierte Automatisierung mit realen Prozessen, verlässlichen Daten, Altanlagen und messbaren Geschäftsergebnissen zusammenspielen müssen.
Datum
July 1, 2026
Smart Manufacturing
Thomas Allgeyer

Methodik: Alle zwei Wochen sammeln wir die relevantesten LinkedIn-Beiträge zu ausgewählten Themen und verdichten sie zu einem Gesamtüberblick, ausschließlich auf Basis dieser Beiträge. Die einzelnen Beiträge dahinter finden sich hier: https://linktr.ee/thomasallgeyer. Viel Freude beim Lesen.

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Wer lieber zuhört: Unser Podcast fasst die wichtigsten Erkenntnisse zu Smart Manufacturing KW 25/ 26 zusammen:

Industrielle KI kommt vom Konzept in die Umsetzung im Werk

  • KI gilt zunehmend als letzte Schicht der Transformation in der Fertigung, nicht als Ausgangspunkt.
  • Fertigungsunternehmen brauchen vernetzte Systeme, gesteuerte Daten und verlässliche Analytik, bevor KI skalieren kann.
  • Die vorausschauende Wartung löst kalenderbasierte Routinen durch Entscheidungen ab, die sich an Maschinensignalen orientieren.
  • Edge-KI gewinnt dort an Bedeutung, wo Latenz, Sicherheit und lokale Intelligenz der Anlagen zählen.
  • Der Nutzen von KI wird an Geschäftsergebnissen gemessen, etwa an geringeren Ausfallzeiten, am Durchsatz und an der Produktivität.

Digitale Zwillinge werden zur Betriebsebene des Werks

  • Digitale Zwillinge entwickeln sich vom Visualisierungswerkzeug zum aktiven Betriebssystem für Werke.
  • Dynamische virtuelle Zwillinge lösen statische Modelle ab, weil sie reale Betriebsbedingungen abbilden.
  • Unilever und Accenture skalieren KI-gestützte digitale Zwillinge über ihre Fertigungsstandorte hinweg.
  • Die Simulation mit digitalen Zwillingen dient dazu, Durchsatz und Effizienz zu verbessern, bevor die Produktion anläuft.
  • Echtzeitzwillinge des Werks unterstützen eine schnellere Montage, autonome CMMs und die Transparenz im Betrieb.

OT, IT und Datenarchitektur werden zum Engpass beim Skalieren

  • Die Annäherung von OT und IT wird zur Kernanforderung für den Reifegrad im Smart Manufacturing.
  • Einheitliche Namensräume, Edge-ML, Cloud-ML und Rückkopplungsschleifen zeichnen sich als Schichten einer Referenzarchitektur ab.
  • Flache OT-Netze, schwache Abgrenzungen und ein Wildwuchs an Fernzugriffen gelten als Hindernisse für die Skalierung von KI.
  • Eine offene, vernetzte Architektur wird zur Voraussetzung für Interoperabilität und für die Einführung von KI.
  • Fertigungsunternehmen achten zunehmend auf Kontext, Rückverfolgbarkeit und verlässliche Betriebsdaten.

Softwaredefinierte Automatisierung gewinnt strategisch an Gewicht

  • Die softwaredefinierte Automatisierung wird als nächster großer Umbruch nach dem softwaredefinierten Fahrzeug beschrieben.
  • Virtuelle SPS zeigen, wie Automatisierungslogik in Containern auf Edge-Hardware laufen kann.
  • Offene Automatisierungsmodelle stellen proprietäre Hardware und Vendor Lock-in infrage.
  • Die Anbindung von Siemens Industrial Edge an Databricks über FFT DataBridge zeigt, wie sich Werke KI-fähig optimieren lassen.
  • NVIDIA Halos steht für das Zusammenwachsen von KI-Rechenleistung und funktionaler Sicherheit bei Robotern und AMRs.

Physical AI und Robotik treffen auf die Realität der Skalierung

  • Physical AI kommt in der Produktion an, doch die Einführung verläuft ungleichmäßig und operativ aufwendig.
  • Der Wert von Robotik hängt weniger von Vorführungen ab als von der Integration über Sicherheit, Qualität und Verantwortlichkeiten hinweg.
  • Eine Fertigung mit hoher Variantenvielfalt braucht weiterhin eine physikalisch fundierte Automatisierung statt eines vom Hype getriebenen Einsatzes.
  • Die Automate 2026 zeigte praktische Robotikanwendungen, darunter Hochgeschwindigkeitslösungen von LinMot für Pick-and-Place.
  • Die menschenleere Fertigung gilt zunehmend als Frage des Ausrollens, nicht nur als Technologiefrage.

Lean, MES und Digital Thread bleiben die Grundlage

  • Lean bleibt unverzichtbar, weil digitale Werkzeuge nur dann Nutzen skalieren, wenn die Prozesse bereits diszipliniert sind.
  • MES gilt als Brücke zwischen der Ausführung im Shopfloor und der Unternehmensplanung.
  • Die Integration von PLM und MES wird zentral, um einen KI-fähigen Digital Thread aufzubauen.
  • Die Ablösung von Oracle Agile und die Migration auf Teamcenter gelten als mehrjährige Transformationsvorhaben.
  • Die Umsetzung von Smart Manufacturing erfordert einen einheitlichen Betrieb, handlungsfähige Beschäftigte und orchestrierte Wertschöpfungsketten.

Resilienz, Nachhaltigkeit und industrielle Wettbewerbsfähigkeit setzen die Agenda neu

  • Fertigungsunternehmen stehen unter Druck, Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Nachhaltigkeit gleichzeitig umzubauen.
  • Industrie 5.0 lenkt die Diskussion auf die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine und auf eine resiliente Systemgestaltung.
  • Die Chance Europas bei industrieller KI gilt als dringlich; Produktivität und Souveränität stehen auf dem Spiel.
  • Die chinesische Fertigungsindustrie wird so beschrieben, dass sie die Einführung von KI mit großer Dringlichkeit vorantreibt.
  • Spezialfertigung, Robotik und KI gelten als stärkere Hebel für Wettbewerbsfähigkeit als Zölle allein.

Technologieankündigungen und Marktsignale nehmen zu

  • Rockwell Automation Singapore trat dem WEF Global Lighthouse Network für fortschrittliche Fertigung bei.
  • Das PLEX MES von Rockwell wird über eine praxisnahe Werkssimulation vorgestellt, nicht über abstrakte Softwaredemos.
  • Die drohnenbasierte NDT-Prüfung verringert Zugangsbeschränkungen für Menschen, Ausfallzeiten und Betriebsrisiken.
  • IIoT-Systeme auf ESP32-Basis liefern schon heute OEE-Erkenntnisse in Echtzeit im laufenden Werksbetrieb.
  • M&A bei Industriesoftware unterstreicht den strategischen Wert, die Betriebsebene des Werks zu besitzen.

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Die Beiträge und Stimmen hinter dieser Zusammenfassung

Der RoundUp zu KW 25/ 26 mit dem Best of LinkedIn zu Smart Manufacturing:

→ 72 ausgewählte Beiträge mit Substanz

→ 34 neue Stimmen, die einen Blick wert sind

→ 1 Deep Dive zum Vertiefen