Best of LinkedIn: Digital Products & Services KW 36/ 37
In dieser Ausgabe laufen die Produktteams auf eine gemeinsame Botschaft zu. KI senkt die Kosten des Bauens, und damit wird nicht der Output knapp, sondern das Urteilsvermögen. Sichtbar wird das an einer neu definierten PM-Rolle, die heute Bauen und Verantwortung umfasst, an Organisationen, die feststellen, dass ein Product Operating Model täglich gelebt und nicht verkündet werden muss, und an einer Welle von Launches, Tools und Karriereschritten, die alle davon ausgehen, dass Tempo inzwischen Grundvoraussetzung ist.
Datum
September 16, 2026
Digital Products & Services
Thomas Allgeyer

Methodik: Alle zwei Wochen sammeln wir die relevantesten LinkedIn-Beiträge zu ausgewählten Themen und verdichten sie zu einem Gesamtüberblick, ausschließlich auf Basis dieser Beiträge. Die einzelnen Beiträge dahinter finden sich hier: https://linktr.ee/thomasallgeyer. Viel Freude beim Lesen.

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Wer lieber zuhört: Unser Podcast fasst die wichtigsten Erkenntnisse zu Digital Products & Services KW 36/ 37 zusammen:

KI und die PM-Rolle

  • Im KI-Zeitalter legen sich Fragen nach Machbarkeit, Vertrauen in Daten und Fehlern über die Frage „Was sollen wir bauen“.
  • Schnellere PRDs korrigieren keine falsche Wette; das Verständnis des Geschäfts wiegt schwerer als die Mechanik der KI.
  • KI formt die PM-Rolle zu einer Rolle mit zwei Polen: dem Bauen mit KI und der Verantwortung für Qualität und Sicherheit.
  • Eine technisch korrekte KI-Antwort kann ohne vollständigen Produktkontext dennoch die falsche Entscheidung sein.
  • Im Handel und bei SaaS tritt an die Stelle der suchgetriebenen Entdeckung zunehmend die KI-Empfehlung.
  • Ein eigener KI-Assistent, der dem Denken von Produktmanagern nachgebildet ist, soll 80 Stunden im Monat einsparen.

Urteilsvermögen und Produktstrategie

  • Um der Falle der Feature-Fabrik zu entkommen, braucht es Vision, Discovery, Experimente und Widerspruch.
  • Eine Studie von Typeform zur Zahlungsbereitschaft machte aus 117 Ideen 40 Prioritäten und die am schnellsten wachsende Produktlinie des Unternehmens.
  • Jährliche SaaS-Roadmaps weichen rollierenden Planungshorizonten von fünf Monaten.
  • Discovery wirkt am besten, wenn sich das Urteilsvermögen auf die offenen Fragen mit dem größten Wert richtet und nicht auf alles.
  • Prototypen vermitteln die Absicht, können Spezifikationen als Protokoll getroffener Entscheidungen aber nicht ersetzen.
  • Ferraris CEO warnte davor, sich in die Technik zu verlieben statt in das Problem des Kunden.
  • Mehr Gespräche mit Kunden garantieren ohne Urteilsvermögen noch keine guten Entscheidungen.

Operating Models und Organisationen

  • Ein Product Operating Model setzt sich über interne Fürsprecher durch, nicht über Ankündigungen.
  • Die meisten Transformationen zum Product Operating Model kommen dort zum Stillstand, wo der Produktbereich nichts mehr steuern kann.
  • KI löst die Grenzen zwischen den Rollen auf; zum eigentlichen Engpass werden Entscheidungen über Funktionsgrenzen hinweg.
  • Coding-Agenten sind auf Entwickler zugeschnitten; Produkt und Design bleiben ohne gemeinsames System.
  • Wer vier Produktaufgaben auf zwei zusammenlegt, erzeugt ein Abdriften und technische Schulden.
  • Interne digitale Produkte scheitern an einer schwachen Strategie für die Einführung, nicht an schwacher Technik.
  • Eine Delphi-Studie prüft sechs strittige Thesen zu Produktteams bis 2030.

Launches und Tools

  • Launches bestehen zunehmend aus häufigen, interaktiven Releases statt aus einem großen Aufschlag, so bei Notion und Rippling.
  • Linear Loops reagiert jetzt automatisch auf Änderungen an Projekten und Issues und schickt passende Updates in Slack.
  • CopilotKit ergänzt jedes SaaS-Produkt mit einem einzigen Prompt um einen KI-Agenten, der live in der Oberfläche agiert.
  • Ein Entwickler brachte einen Lesetracker und eine Buch-App in 30 Tagen auf drei Plattformen.
  • Apples faltbares iPhone Duo wurde bei Falzkante und Kamera mit den Foldables von Samsung verglichen.
  • Die Launch-Stufe sollte sich am wirtschaftlichen Hebel orientieren, nicht am Entwicklungsaufwand.
  • KI drückt die Preise für digitale Dienstleistungen gleichzeitig über Teamgröße, Stundensatz und Projektdauer.

Karriere und Events

  • Ein neues Buch beschreibt digitale Produkte als Eisberge, bei denen die Strategie unter den sichtbaren Funktionen liegt.
  • ieso berief einen neuen Head of Clinical Product für die Plattform Velora.
  • ProductTank Zürich: Distribution, Marke und Daten bilden den Wettbewerbsschutz, auf den es sich verstärkt zu setzen lohnt.
  • Go Vertical ICM schrieb einen Digital Innovation Grant über 20.000 Dollar aus; Bewerbungsschluss ist der 23. September.
  • Zu Lenny Rachitskys Super Bowl of Product Management kamen Tamar Yehoshua, Katie Dill und Marty Cagan.
  • In Nigeria startete ein Praxisprogramm des Product Leadership Accelerator für IC-Produktmanager.
  • Der Compass AI and Tech Summit in Budapest wird untersuchen, wie KI die PM-Rolle verändert.

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Die Beiträge und Stimmen hinter dieser Zusammenfassung

Der RoundUp zu KW 36/ 37 mit dem Best of LinkedIn zu Digital Products & Services:

→ 72 ausgewählte Beiträge mit Substanz

→ 36 neue Stimmen, die einen Blick wert sind

→ 1 Deep Dive zum Vertiefen